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Fährt Hein Schönberg für Studenten?

Plön Fährt Hein Schönberg für Studenten?

Der Plöner Kreistag wünscht sich mehr Haltestellen auf der Bahnstrecke Hein Schönberg als bisher eingeplant. Das Gremium folgte am Donnerstag auch einem zweiten Appell der UWG, das Bahngleis von Schönkirchen/Oppendorf bis nach Dietrichsdorf in den neuen Zugverkehr einzubauen. Zumindest teilweise haben die Vorschläge eine Chance, auch umgesetzt zu werden.

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Der Kreistag Plön wünscht sich mehr Haltestellen auf der Bahnstrecke Hein Schönberg als bisher eingeplant.

Quelle: asc

Plön. Selten genoss der UWG-Fraktionsvorsitzende Claus Thies im Kreistag so viel Zustimmung zu einem seiner Anträge. „Wo ein Zug fährt, da muss er auch halten“, begründete er die Initaitive, die von SPD, FWG, Grünen und dem Linken-Vertreter mitgetragen wurde. Thies schlug vor, weitere Haltestellen in Fiefbergen, Passade und auf dem Kieler Stadtgebiet in Wellingdorf einzurichten. In Wellingdorf gebe es nicht nur ein Gymnasium, sondern auch viele andere Einrichtungen, die von Menschen aus der Probstei genutzt werden könnten. Thies war sich sicher: „Die Einwohner in der Region wollen das so.“

 Ins Hein-Schönberg-Konzept passt aus seiner Sicht auch ein Schlenker über das Gleis ab Schönkirchen/Oppendorf in Richtung Dietrichsdorf. Dort fahren zur Zeit nur Kohlezüge, die das Kraftwerk an der Kieler Förde beliefern. Thies schlägt zwei zusätzliche Haltestellen in Dietrichsdorf im Bereich Masurenring/Fuchsberg/Langer Rehm und an der Fachhochschule vor, wo allein in diesem Sommersemester über 6000 Studenten eingeschrieben sind.

 Die UWG-Ideen stießen bei CDU und FDP auf strikte Ablehnung. Klaus Blöcker (CDU) beklagte, dass die Anträge zuvor nicht in den Ausschüssen behandelt worden sind, wie es sonst eigentlich üblich sei. Stattdessen müssten die Kreistagsmitglieder unvorbereitet und nicht in Kenntnis der Details und der genauen Örtlichkeiten abstimmen.

 Hildegard Mersmann (CDU) hielt Thies vor, sein eigenes Argument für die Reaktivierung von Hein Schönberg zu widerlegen, nämlich der Zeitersparnis im Vergleich zum Auto. Die Schaffung neuer Haltestellen bedeute aber, dass sich die bisher angenommenen Fahrzeiten mit dem Zug verlängerten. Sie bezweifelte, dass mehr Haltestellen wirklich der Wunsch der Menschen aus der Probstei sei.

 Für die UWG-Vorschläge stimmten 24 Abgeordnete, dagegen 17.

 Laut Lukas Knipping von der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) wird derzeit geprüft, ob auch Haltestellen in Fiefbergen und Passade angelegt werden. ein Ergebnis gebe es noch nicht. Zu dem Abzweig in Richtung Dietrichsdorf machte Knipping keine Angaben. Das sei nicht Teil des Projektes.

 Ab 2016 sollen im 60-Minuten Takt Züge vom Kieler Hauptbahnhof über die Stationen Langsee, Ellerbek, Oppendorf, Schönkirchen und Probsteierhagen bis Schönberg/Strand fahren. Erwartet werden täglich 1500 Fahrgäste.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung