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Plön Das fliegende Auge sieht auch Wärme
Lokales Plön Das fliegende Auge sieht auch Wärme
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12:25 02.11.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Ein Dankeschön für einen Sucheinsatz: Gabriele und Robert Krabbe überreichen eine moderne Drohne an den Lütjenburger Feuerwehr-Chef Eckard Rau. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Robert Krabbe erinnert sich noch genau an den Morgen Ende Juli. Er ging mit seinen drei Hunden nahe der Turmhügelburg spazieren. Ein Jogger mit zwei Border-Collies kam ihnen entgegen. Die zwei Kumpel von Paul liefen plötzlich den Collies hinterher. Robert Krabbe machte sich auf, seine beiden Tiere zurückzuholen. Paul unterdessen blieb sitzen und wartete. Als Krabbe zurückkehrte, war der Dackel allerdings verschwunden.

Spende macht Wehrführer Rau sprachlos

In seiner Not wandte sich das Ehepaar auch an die Feuerwehr Lütjenburg. Wehrführer Eckard Rau rückte sofort aus mit der herkömmlichen Kameradrohne der Wehr und flog das Gebiet ab. Gabriele Krabbe fragte eher zufällig nach: „Hat die Drohne auch eine Wärmebildkamera?“ Rau musste verneinen. „Wenn Sie Paul finden, spenden wir ihnen eine“, sagte das Ehepaar. Der Einsatz der Feuerwehr blieb letztendlich vergeblich. Paul tauchte zwei Tage später von alleine in Darry an der Landesstraße wieder auf. Die Krabbes spendeten trotzdem aus Dankbarkeit. Gabriele Krabbe: „Das war ganz lieb von der Feuerwehr. Die sind gleich los zum Suchen.“ Eckard Rau war nach eigenen Worten sprachlos über die Spende im Wert von mehreren tausend Euro.

Die erste ihrer Art im Kreis Plön

Die Drohne ist die erste mit einer Wärmebildkamera und Restlichtverstärker bei einer Feuerwehr im Kreis Plön, vermutlich sogar eine der ersten in Schleswig-Holstein überhaupt. Die Höchstgeschwindigkeit des zwei Kilo leichten Gefährts beträgt 70 Stundenkilometer. Der Mini-Hubschrauber mit sechs Rotoren kann auch nachts fliegen. Dank eingebauter Sensoren stoppt er vor Bäumen, Häusern oder anderen Hindernissen automatisch in der Luft. Feuerwehr-Chef Rau zählt noch einen Vorteil auf. Die Drohne ist über zwei Fernbedienungen zu steuern. Ein „Pilot“ konzentriert sich auf den Flug. Die zweite Kraft übernimmt unbelastet von der Steuerung die Arbeit mit der Kamera. Eine Akku-Ladung reicht für 30 Minuten Flugdauer.

Die Drohne erhält den Namen "Paul"

Eigentlicher Auslöser des Geschenks an die Wehr war aber der Dackel der Krabbes und seine Eskapaden. Um ihn ein wenig zu würdigen, erhält die neue Drohne auch einen Namen: Sie fliegt mit dem Schriftzug „Paul“ in den Einsatz. Die Krabbes haben die Halsbänder ihrer geliebten Vierbeiner nun mit einem Tracker versehen, der den Standort der Hunde anzeigt. „Die flitzen uns nicht mehr weg.“

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