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Lob und Kritik von Preetzer Senioren

Fragebogenaktion Lob und Kritik von Preetzer Senioren

Pluspunkte in Preetz sind die Wohnsituation, die gute Nachbarschaft und das kulturelle Angebot. Kritisiert werden dagegen fehlende Barrierefreiheit, zu wenig Sitzbänke und der Mangel an betreuten Wohnungen. Das ist das Ergebnis einer Fragebogenaktion der Kirche und der Wohlfahrtsverbände.

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Viele Senioren klagen über das holprige Marktplatz-Pflaster.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Im Februar 2017 hatten sich die freien Wohlfahrtsverbände zum ersten Mal mit dem Thema Seniorenbeirat beschäftigt, berichtet Pastor Christoph Pfeifer. Dabei sei deutlich geworden, dass die jetzige Stadtvertretung keinen Seniorenbeirat mehr einsetzen werde. „Deshalb haben wir im Herbst einen zweiseitigen Fragebogen entwickelt, um die Anliegen und Bedarfe der Senioren in Preetz zu ermitteln“, erzählt er. Dieser war ab Januar an die älteren Mitbürger verteilt worden.

Bis Anfang März kamen 604 Fragebögen zurück. „Auffällig sind die hohe Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation und das positive Wohngefühl in Preetz und Umgebung“, meint Pfeifer. Das bestätigten 541 Teilnehmer. Auch die Nachbarschaft werde überwiegend positiv bewertet. „Allerdings erleben sie beim Zuzug neuer Nachbarn eine steigende Anonymität.“ Gewünscht wurden immer wieder bezahlbare seniorengerechte Wohnungen. Den Mangel an betreuten Wohnungen kritisierten viele Senioren ebenso wie den hohen Zeitdruck der Pflegekräfte.

476 Menschen beteiligten sich regelmäßig an Aktivitäten. 414 Teilnehmer hielten das kulturelle Angebot für ausreichend, aber es habe auch eine Vielzahl von Anregungen oder Wünschen gegeben: ein Bürgerbegegnungshaus, Konzerte für Senioren, Theater, Filme aus früheren Zeiten, Tagesfahrten an die Ostsee, Klönrunden, Plattdeutsch- oder Kreativangebote. Gewünscht wurden auch ein Netzwerk für soziale Dienste, Kleinbusse zu Veranstaltungen und eine Angebotstafel am Markt.

Viele bemängelten die fehlende Barrierefreiheit am Bahnhof und am Rathaus sowie auf dem Marktplatz und in der Kirchenstraße mit der Wasserrinne. Die Frage, ob Bänke und Ruhezonen fehlen, beantworteten 200 Senioren mit Ja.

Die Ergebnisse sollen im Sozialausschuss weiter beraten werden. Außerdem will die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände nach den Osterferien besprechen, was man selbst vor Ort abdecken kann und welche Anträge konkret über Fachausschüsse an die neue Stadtvertretung gestellt werden. „Dazu gehört ein neues Konzept für ein barrierefreies Preetz“, kündigte Pfeifer an.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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