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Plön Das letzte Grab seiner Art
Lokales Plön Das letzte Grab seiner Art
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15:01 16.05.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Eine historische Grabstelle der Unternehmerfamilie Boll auf dem Lütjenburger Friedhof wurde saniert. Friedhofsverwaltuer Michael Landholz (von links), Pastor Volker Harms, Bürgermeister Dirk Sohn (Brunnenbau-Verein) und Gerd Ebsen (VR-Bank) stellten die Grabstelle vor. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Lütjenburg

Das Grab ist in seiner Form einzigartig auf dem Lütjenburger Friedhof. Friedhofsverwalter Michael Langholtz zieht mit seinen Armen einen großen Bogen in die Luft. So hoch sei das Grab viele Jahre überwuchert gewesen. 2001 hatte die Familie das Nutzungsrecht auslaufen lassen. Seit 2002 gehört es wieder der Friedhofsverwaltung und damit der Kirchengemeinde. „Das ist viel zu schade, um es einzuebnen“, befand schon der damalige Friedhofsverwalter Jürgen Langholtz und ließ die Fläche ruhen. Sein Sohn Michael ging nun an die Sanierung der Anlage. In dem Lütjenburger Brunnenbauverein und der Volks- und Raiffeisenbank fand er Sponsoren, die die 5500 Euro teuren Arbeiten an der Grabstelle unterstützten. Eine Dannauer Firma fertigte einen neuen Eisenzaun. Friedhofsgärtner jäteten das Unkraut und setzten neue Pflanzen. Der Grabstein wurde gesäubert.

Die letzte Grabstelle ihrer Art

Max Karl Boll bedeutet etwas für die Lütjenburger Stadtgeschichte. Sein Grab etwas für die Kulturgeschichte des Friedhofes. Die Fläche wurde 1915 von der Familie erworben. „Man wollte damals auch den Wohlstand zur Schau stellen“, sagt Michael Langholtz über das damalige Bürgertum Lütjenburgs. Die letzte Ruhestätte von Max Karl Boll ist die letzte Anlage ihrer Art aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts in Lütjenburg. Auch ein Grund für die Friedhofsverwaltung, sie zu erhalten.

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