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Plön Mönkeberg bekommt ein Reparatur-Café
Lokales Plön Mönkeberg bekommt ein Reparatur-Café
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07:00 31.01.2018
Von Merle Schaack
Reparieren statt Wegschmeißen: Peter Lehswing, Moritz Zempel und Claudia Zempel hoffen auf rege Beteiligung an ihrem ersten Mönkeberger Reparaturcafé. Quelle: Merle Schaack
Mönkeberg

Ein abgerissener Knopf, ein Wackelkontakt, ein instabiler Stuhl – wenn im Alltag etwas kaputt geht, greift nicht jeder mehr selbstverständlich zum Näh- oder Werkzeugkasten. Oft landen kaputte Gegenstände in der Tonne, obwohl sie mit relativ wenig Aufwand wieder zu reparieren wären. Die Idee, mit einem Reparatur-Café für mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig ein angenehmes Miteinander zu sorgen, stammt aus den Niederlanden. Gemeinsam basteln, tüfteln, sich gegenseitig helfen: Neun Jahre nachdem das erste Café dieser Art in Amsterdam eröffnete, bringt Claudia Zempel die Idee nach Mönkeberg. Am Sonnabend, 3. Februar, von 14 bis 16 Uhr findet das erste Treffen im Mönkeberger Jugendhaus statt. "Wir wollen mal schauen, wie das angenommen wird und im Optimalfall regelmäßige Treffen organisieren", sagt die 51-Jährige, die für die UWG in der Gemeindevertretung sitzt.

Hilfe zur Selbsthilfe für alle Generationen

Schnell fand Zempel Mitstreiter. Innerhalb ihrer Partei, aber auch losgelöst von politischen Positionen. "Das soll ein Treffpunkt für alle sein, mit Politik hat das nichts zu tun", sagt sie. Und Peter Lehswing, ebenfalls in der UWG, ergänzt: "Wir haben hier die Chance, vorzudenken. Wir müssen nicht dauerhaft federführend sein, sondern freuen uns, wenn auch andere so darin aufgehen, dass sie das übernehmen wollen."

Denn der Austausch ist neben dem nachhaltigen Ansatz der zweite wichtige Aspekt im Reparatur-Café-Konzept. "Es gibt so viel Know-how, das weitergegeben werden kann", sagt Zempel. Jüngere könnten von den Erfahrungen älterer Generationen profitieren, Ältere dafür vielleicht von jüngeren, kräftigeren Händen.

Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, haben Zempel und ihr Mitstreiter Peter Lehswing einige Handwerker und Bastler vom Tischler bis zum Modellbauer aus Mönkeberg rekrutiert. Sie bringen nicht nur Fachwissen, sondern auch Werkzeuge mit.

"Und wer nichts zu reparieren hat, oder einfach erst einmal gucken will, kann auch nur zum Kaffeetrinken vorbeikommen", so Zempel, die hofft, dass aus dem Auftakttreffen eine feste Institution in Mönkeberg wird. "Wenn es super gut läuft, könnten wir irgendwann einen Verein gründen."

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