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Plön Gemeinden müssen kreativ werden
Lokales Plön Gemeinden müssen kreativ werden
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20:21 24.09.2018
Von Anne Gothsch
Das Pastorenehepaar Anke und Christoph Pfeifer engagiert sich seit 27 Jahren für die Kirchengemeinde Preetz. Auch sie werden sich bis 2030 aus dem aktiven Dienst zurück gezogen haben. Quelle: Anne Gothsch
Preetz

Der Hauptgrund für strukturelle Veränderungen liegt in der bevorstehenden Pensionierungswelle und des prognostizierten Nachwuchsmangels im Pfarrberuf. So wird es nach Berechnungen der Nordkirche bis zum Jahr 2030 ein Drittel weniger Pastoren in der Landeskirche geben. Den einzelnen Kirchenkreisen wird deshalb eine Obergrenze für die Neueinstellung von Pastoren vorgegeben.

Deutlich weniger Pfarrstellen

„Für den Kirchenkreis Plön-Segeberg bedeutet das konkret, dass die Anzahl der derzeit 67 Pfarrstellen auf 44 sinken wird“, erklärte Propst Erich Faehling, der für die 18 Gemeinden in der Propstei Plön verantwortlich ist. „Ganz bewusst wollen wir den Prozess deshalb schon jetzt anstoßen, damit wir uns mit der nötigen Ruhe gemeinsam auf die Zukunft vorbereiten können“, meinte Faehling.

Mehrere Kirchgemeinden könnten zusammenarbeiten

Zwei Aspekte seien dabei besonders wichtig: Die Qualität der Arbeit in den Kirchengemeinden soll trotz der Veränderungen erhalten bleiben. „Außerdem wollen wir auch weiterhin so nahe wie möglich bei den Menschen bleiben und uns nicht etwa aus der Fläche zurückziehen“, machte der Propst deutlich. Ein Lösungsweg könnte deshalb die Einteilung in Kirchspiele als regionale Handlungsräume sein, in welchen mehrere Kirchengemeinden inhaltlich und organisatorisch zusammenarbeiten.

Kreative Konzepte sind gefragt

„Dabei wollen wir den Gemeinden größtmöglichen Gestaltungsspielraum eröffnen und wichtige Entscheidungen nicht etwa von oben nach unten vorgeben“, betonte Peter Wiegner, Vorsitzender der Kirchenkreissynode. Auch das Einbinden von Vereinen und anderen Organisationen, die der Kirche nicht angehören, ist denkbar, etwa bei Fahrdiensten, bei der Nutzung gemeindlicher Räumlichkeiten oder ihrer Pflege. „Das sind zunächst alles nur Gedankenspiele, aber wir möchten alle Kirchengemeinden dazu ermuntern, mit kreativen Ideen Konzepte zu entwickeln“, so Wiegner. 

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