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Plön Glasfaserausbau mit Pepcom
Lokales Plön Glasfaserausbau mit Pepcom
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10:00 22.11.2016
Von Hans-Jürgen Schekahn
Schnelles Internet für 46 Gemeinden: Zweckverbands-Vorsitzender Volker Schütte-Felsche (links) und Geschäftsführer Wolfgang Oellermann haben für das Projekt Breitbandversorgung mit der Pepcom GmbH einen Partner aus Bayern an ihrer Seite. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Die Verbandsversammlung fällte bereits vor drei Wochen einmütig die Entscheidung für die Pepcom. Aus Angst vor einer Klage der vier nicht zum Zuge gekommenen Konkurrenten hielt Verbandsvorsteher Volker Schütte-Felsche den Namen aber noch unter Verschluss. Nun sind die Klagefristen verstrichen, keine der unterlegenen Firmen legte Widerspruch ein.

 Auch die wichtigste Frage ist geklärt: Was kostet der Anschluss an das Glasfasernetz? Für unbegrenztes Telefonieren und den Internetzugang zahlen die Haushalte 39,99 Euro im Monat, wenn sie mit einer Übertragungsleistung von 50 Mbit zufrieden sind. Bis zu 1000 Mbit sind auch möglich, werden aber teurer und sind eher etwas für Gewerbebetriebe. Wer noch 5 Euro hinzu legt, kann über den Anschluss auch Fernsehen empfangen.

 Vertreter der Pepcom reisen am 30. November in den Norden, um die Verträge mit dem Zweckverband zu unterschreiben. Sie diskutieren dann auch die Frage, wie der Netzausbau erfolgen soll. Im Gespräch sind fünf unterschiedliche Zonen im Kreis, in denen kurz nacheinander die Kabel in die Erde kommen. Bis 2019 sollen bis zu 95 Prozent der insgesamt 13400 Haushalte im Verbandsgebiet angeschlossen sein. Wann und in welcher Reihenfolge die Gemeinden angeschlossen werden, steht noch nicht fest. Die Ausbaukosten von 42 Millionen Euro trägt der Zweckverband. Er refinanziert seine Kredite aber über die Pachtzahlungen von der Pepcom.

 Der Vertrag läuft über 25 Jahre. Schütte-Felsche: „Am Ende stehen wir mit schwarzen Zahlen da.“ Die festgesetzten Erlöse aus der Netzvermietung sind so hoch, dass der Zweckverband freiwillig auf die Millionenzuschüsse des Bundes verzichtet. „Wir sparen damit Steuergelder.“

 Wichtig ist Schütte-Felsche der Hinweis, dass das Glasfasernetz letztlich eine kommunale Einrichtung der beteiligten Gemeinden ist. Pepcom sei als Unternehmen nur das ausführende Organ. Und wenn der Partner Insolvenz anmelden muss? Dagegen wappnet sich der Zweckverband mit einer Bankbürgschaft, die die Zeit überbrücken soll, bis ein neuer Pächter für das Netz gefunden wäre. Schütte-Felsche sieht darin aber nur ein „locker handhabbares“ Risiko.

 Die letzte Hürde, die noch vor dem Zweckverband steht, ist die erforderliche Anschlussquote. 55 Prozent der Haushalte müssen in den Orten mitmachen und Vorverträge unterschreiben. Die Bürgermeister und Gemeindevertreter sind dabei mit ihrer Überzeugungskraft gefordert.

 Die Pepcom wurde 2001 gegründet und betreibt 100 regionale und lokale Kabelnetze. Zuletzt baute das Unternehmen in den Elbmarschen. Die Pepcom GmbH gehört zum Konzern Tele Columbus, der im SDAX gelistet ist.

 Diese Gemeinden sind Mitglied im Zweckverband: Behrensdorf, Blekendorf, Dannau, Giekau, Helmstorf, Högsdorf, Hohenfelde, Kirchnüchel, Klamp, Kletkamp, Lammershagen, Martensrade, Mucheln, Panker, Schlesen, Schwartbuck, Selent, Tröndel, Ascheberg, Bösdorf, Dersau, Dörnick, Grebin, Kalübbe, Lebrade, Nehmten, Rantzau, Rathjensdorf, Rendswühren, Schillsdorf, Barmissen, Boksee, Bothkamp, Großbarkau, Honigsee, Kirchbarkau, Klein Barkau, Kühren, Lehmkuhlen, Löptin, Nettelsee, Pohnsdorf, Postfeld, Rastorf, Wahlstorf und Warnau.

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