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Plön Schüler spielen Europa-Politiker
Lokales Plön Schüler spielen Europa-Politiker
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15:16 08.03.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Europaabgeordnete Reimer Böge besuchte den 12. Jahrgang des Gymnasiums Lütjenburg. Die Schule ist die einzige in Schleswig-Holstein, die in ein besonderes EU-Projekt aufgenommen wurde. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Nur in  20 Schulen in Deutschland schickt die EU ihre Referenten, die das Rollenspiel leiten. Lehrerin Maren Strehl ist glücklich, dass die Wahl dabei auf Lütjenburg fiel.

Diskutieren wie in Brüssel und Straßburg

Jeder Schüler des 12. Jahrgangs erhielt eine Funktion, ein Herkunftsland und Charakterzüge zugeteilt. Lowis Adam (18) aus Wittenbergerpassau übernahm das Amt des EU-Ratspräsidenten. Vermitteln. Überzeugen. Diskutieren. Wie in Straßburg und Brüssel.

Langer Entscheidungsprozess

Eine Erkenntnis reifte bei ihm während der Politiksimulation. Selbst bei der Schülergruppe habe es nach den Regeln der EU über zwei Stunden gedauert, bis auch nur ein Thema abgearbeitet war. Die Entwürfe gingen vom Rat zum Parlament und wieder zurück. Bei 750 Parlamentariern und 28  Mitgliedsländern dürfte es entsprechend schwieriger sein.

"Europa ist ein gutes Prinzip"

Josefa Pöhls (17) aus Lütjenburg trat ebenfalls als Ratspräsidentin in dem Spiel auf.  Die zwei Tage Sonderunterricht vermittelten ihr ein intensives Bild davon, wie die EU funktioniert. "Das wusste ich bisher nicht." In Europa sieht sie ein als gutes Prinzip. Zusammen sei man stärker als allein.

Dinge mit den Augen der Anderen sehen

Zum Abschluss diskutierten die Schüler mit einem echten EU-Parlamentarier.  Reimer Böge, der seit 1989 Schleswig-Holstein im EU-Parlament vertritt, stellte sich den sehr detaillierten Fragen der gut vorbereiteten Gymnasiasten. Immer wieder wiederholte er eine aus seiner Sicht für Europa wichtige Denkweise: Die Dinge auch mal mit den Augen der anderen Parlamentarier aus anderen Ländern sehen.

Kein Freund der Spaßpartei

Die Schüler erfuhren, dass Böge nichts von Gruppen wie der Spaßpartei hält. Dass er den Brexit für einen falschen Weg hält, er aber nach seinem Ausscheiden aus dem EU-Parlament im Frühjahr wohl öfter in London weilt. Dort lebt seine Frau. Eine Zypriotin mit britischem Pass.

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