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Plön Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs
Lokales Plön Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs
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14:16 01.12.2014
Von Christoph Kuhl
Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth (rechts) und der CDU-Kreisvorsitzende Werner Kalinka sind begeistert vom Busrufsystem, das das Kitzeberger Softwareunternehmen FLS mit Geschäftsführer Thomas Brechtel (Bildmitte) entwickelt hat. Quelle: Christoph Kuhl
Heikendorf

Der Anstoß, ein entsprechendes Ruf-Bussystem zu entwickeln kam von Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth. Er wolle die Stadtregionalbahn (SRB) zwar nicht „verdammen“, wie er bei der jetzigen Präsentation des FLS-Konzeptes sagte. Für einen flächenstarken Landkreis wie Plön sei eine Reaktivierung des Schienenverkehrs als ÖPNV-Modell der Zukunft seiner Meinung nach aber nicht die richtige Lösung. Nur wenige entlang der Eisenbahnstrecke liegende Gemeinden könnten von der SRB profitieren. Die große Mehrheit der potentiellen Fahrgäste müsste zu den geplanten Bahn-Haltepunkten erst selbst noch fahren oder gefahren werden. Orth setzt deshalb vielmehr auf  „intelligente Lösungen“ beim Busbetrieb. 

Das von FLS entwickelte Rufbus-System, das auf einer weltweit führenden Software für optimale Termin- und Tourenplanung des in Kitzeberg ansässigen Unternehmens aufbaut, geht auf die individuellen Wünsche von Bus-Fahrgästen ein. Ein Beispiel: Ein Fahrgast aus Giekau, der um 14 Uhr einen Arzttermin in hat, erfasst in seinem Smartphone (die notwenige Anwendung/App muss zuvor heruntergeladen werden) seinen Fahrtwunsch nach Preetz. Innerhalb weniger Sekunden erhält er ein  Zeitfenster für eine Abholung bei ihm zu Hause in Giekau zwischen 13 und 13.20 Uhr. Diesen Vorschlag kann er verbindlich buchen und bekommt daraufhin eine Bestätigungs-SMS. Im Kleinbus sitzt später bereits ein Fahrgast, der von Panker nach Selent möchte. Einen zusätzlichen Zwischenstopp legt der Bus schließlich in Rethwisch ein, wo ein weiterer Gast zusteigt. Der Fahrpreis von 5,80 Euro für den Giekauer Kunden wird von seinem Konto abgebucht. „Es ist eine Ergänzung zu den Linienbussen und soll - nicht zuletzt wegen der in Kauf zu nehmenden Umwege - keine Konkurrenz für Taxiunternehmer sein“, betont Thomas Brechtel nochmals. Die Grundlagen für eine solche Verkehrsplanung seien schnell zu entwickeln. 

Neben Heikendorfs Bürgermeister Orth ist auch der CDU-Kreisvorsitzende Werner Kalinka ganz begeistert von dem Rufbussystem. „Das ist ein hochinteressantes und flexibles Modell, das es wert ist, in die Diskussion um eine Verbesserung der Busangebotes aufgenommen zu werden“, so Kalinka.     

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