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Segler im Steg eingebrochen

Heikendorf Segler im Steg eingebrochen

Kaputte Steganlagen und steigende Liegeplatzgebühren sorgen für Ärger bei Heikendorfer Seglern. Jetzt ist auch noch ein Hafennutzer mit nur einem Fußtritt im Steg eingebrochen. Ist die Sicherheit im Hafen wegen versäumter Sanierungsarbeiten in Gefahr?

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Eine Lücke klafft im Steg, wo erst kürzlich ein Segler im Möltenorter Hafen mit nur einem Fußtritt eingebrochen ist.

Quelle: Nadine Schättler

Heikendorf. „Der Heikendorfer Hafen ist von seiner Ausstattung und den Steganlagen her so ziemlich das unschönste, was es in der Region gibt“, erzürnt sich ein Segler, der anonym bleiben möchte. Seit ein Bekannter kürzlich auf dem Steg längsseits des Fördewanderwegs im Jachthafen mit nur einem Rückwärts-Schritt die Bohle durchbrach, sorgt er sich auch um die Sicherheit der Hafennutzer, besonders der Kinder und Jugendlichen. „Ich hoffe, da kommt niemand wirklich zu Schaden.“

Die Segler werfen den Gemeindewerken Heikendorf als Betreiber des Hafens vor, Sanierungsarbeiten versäumt zu haben und „das geliehene Tafelsilber der Gemeinde“ herunterzuwirtschaften, obwohl die Liegeplatzgebühren in den vergangenen Jahren um knapp 30 Prozent gestiegen seien. Der Geschäftsführer der zuständigen Gemeindewerke, Tim Lüdemann, verweist auf kostspielige Investitionen, die seit vielen Jahren im Hafen für Instandsetzungsmaßnahmen wie das Austauschen zahlreicher Bohlen oder Arbeiten an der Unterkonstruktion getätigt werden. „Wasserbau ist dermaßen teuer. Was wir da versenken, ist rechnerisch das, was wir an Überschuss hätten“, erklärt Lüdemann.

Dennoch soll der Hafen jetzt schrittweise erneuert werden. Das zuständige Ingenieurbüro ITT Port Consult aus Laboe bestätigt indes, dass die Standsicherheit der Steganlagen insgesamt noch ausreichend sei. „Eine konzeptionelle Überarbeitung des gesamten Hafens ist in Vorbereitung“, informiert Tim Neumann.

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Ein Artikel von
Nadine Schättler

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