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Panzerhaubitze sorgt für Donnergrollen

Hohwachter Bucht Panzerhaubitze sorgt für Donnergrollen

Es knallt seit Montag gewaltig an der Hohwachter Bucht im Kreis Plön. Auf dem Truppenübungsplatz in Putlos schießt die Bundeswehr noch bis Freitag mit der Panzerhaubitze 2000. Die Detonationen der bis zu 80 Kilogramm schweren Geschosse sind bis zur Kieler Förde zu hören.

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Eine hohe Fontäne schießt aus der Ostsee vor der Hohwachter Bucht. Die Bundeswehr übte mit schweren Granaten vom Truppenübungsplatz Putlos aus.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Mit einem Kaliber von 155 Millimeter ist die Waffe das schwerste Geschütz der Bundeswehr. Zufällig fotografierte ein Journalist die Panzerhaubitzen am Montag, wie sie bei Oldenburg in Richtung Putlos fuhren und veröffentlichte das Bild auf Twitter. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge des Panzerartillerielehrbataillons 325 aus  Munster in Niedersachsen. „Das ist schon etwas Besonderes. Die gehören sonst nicht zu unserem Portfolio“, sagte der Kommandant des Truppenübungsplatzes Putlos, Oberstleutnant Thilo Santüns, auf Anfrage. Der Schwerpunkt in Putlos liegt ansonsten bei der Ausbildung von  Marinekräften.

Nicht nur die Lautstärke der Granatsalven ist ungewöhnlich, sondern auch die Optik. Bei derzeit klarer Sicht sind die Wasserfontänen der auf der Ostsee explodierenden Granaten deutlich am Ufer zu erkennen. Das Wasser steigt nach der Detonation schätzungsweise über 20 Meter in die Luft.

Warum schießt die Panzerhaubitze 2000 an der Ostsee auf das offene Meer? Eigentlich handelt es sich um eine Waffe für den Bodenkrieg. Beobachter vermuten daher, dass die Bundeswehr in Putlos etwas Neues an dem Waffensystem testet, möglicherweise eine neuartige Munition.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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