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Plön Kehrt der Dampfer zurück nach Schönberg?
Lokales Plön Kehrt der Dampfer zurück nach Schönberg?
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11:45 14.02.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die Kooperation im Plöner Kreistag will die Fördedampfer nach Schönberg zurückholen. Quelle: Frank Behling

Im Sommer 2013 schickte die Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft (SFK) zum letzten Mal ihren Dampfer „MS Heikendorf“ zur Ausflugsfahrt nach Kappeln, Eckernförde und eben Schönberg. Damit ging eine 126-jährige Tradition zu Ende. Hintergrund waren neue Sicherheitsauflagen der Europäischen Union. Die besagte, dass die Schiffe für Fahrten über die Seegrenze hinaus besondere Standards aufweisen müssen. Dazu gehören Panzerglas in den Fenstern, Luken vor den Bullaugen oder eine Sprinkleranlage. Eine Umrüstung der SFK-Flotte hätte pro Schiff mehr als 300000 Euro gekostet. Eine Ausgabe, die sich für die städtische Gesellschaft nicht rentiert hätte. Dumm für Schönberg: Die Seegrenze verläuft etwa zwischen Laboe und Strande. 

Doch es tut sich etwas bei der SFK-Flotte: Das Unternehmen hat mit den Ausschreibungen für einen Neubau und drei weitere Neubau-Optionen begonnen. Der Beschluss fiel bereits im November, wurde bei der Kooperation im Plöner Kreistag aber erst im Januar bekannt. Die Idee der drei Fraktionen: Wir geben der SFK 350000 Euro, damit sie ein Schiff so bauen lässt, dass es auch jenseits der Seegrenze (also bis nach Schönberg, vielleicht auch nach Wendtorf) fahren kann. Der Plan stößt bei der Schlepp- und Fährgesellschaft auf wenig Gegenliebe. Die SFK beschränke sich aus wirtschaftlichen Gründen nur auf zwei Linien an der Förde und nicht darüber hinaus, so Pressesprecherin Andrea Kobarg.

 Michael Henry vom Heikendorfer Verein FördeFördern sieht den Vorstoß ebenfalls kritisch. Sein Verein sei bemüht, mehr Personennahverkehr auf die Förde zu bekommen. Dafür benötige man alle vier Schiffe. Da störe der erneute Vorschlag einer Tourismuslinie nach Schönberg.

SPD-Fraktionschef im Plöner Kreistag, Lutz Schlünsen, lässt sich davon nicht entmutigen.  Eine Beschränkung des Schiffsverkehrs habe negative Auswirkungen auf den Tourismus, von dem die Menschen hier lebten. Jetzt biete sich mit einem Neubau die Chance, die Situation wieder zu verändern. Er weiß um die ablehnende Haltung in der SFK, setzt aber auf Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und die politischen Institutionen der Stadt Kiel. Schlünsen: „Wir sind auch bereit, den Wünschen der Stadt Kiel entgegenzukommen.“ Gemeint ist damit der sehr niedrige Zuschuss von nur 5000 Euro, die der Kreis Plön dafür gibt, dass Kieler Fähren auf der Förde fahren, obwohl viele Anleger im Kreisgebiet liegen.

  Der Plöner Kreistag entscheidet am Donnerstag über den Zuschuss für den Schiffbau. 

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