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Plön Jens Heinze sagt tschüs
Lokales Plön Jens Heinze sagt tschüs
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07:00 07.07.2018
Von Merle Schaack
Knapp 30 Jahre lang war Jens Heinze in der Kommunalpolitik aktiv. Seinen letzten Arbeitstag verbrachte er als Stellvertreter des Amtsdirektors. Quelle: Merle Schaack
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Mönkeberg

Los ging die politische Karriere des heute 70-Jährigen in den 1980er-Jahren im Holtenauer Ortsbeirat. Als Handball-Fan begleitete er schon in dieser Zeit die Handball-Mannschaft des SV Mönkeberg. Darauf angesprochen, ob er nicht nach Mönkeberg ziehen wollte, sagte er damals: „Ich ziehe nur nach Mönkeberg, wenn ich Bürgermeister werde.“ Klingt, wie eine klare Ansage. „Das war aber damals nur so dahin gesagt“, gibt Heinze heute zu.

Anfang der 1990er-Jahre zog die Familie mit drei Söhnen tatsächlich auf die andere Seite der Förde. Als zwei SPD-Mitglieder an der Tür klopften und Heinze fragten, ob er nicht für ihre Partei in den Kreistag wolle, zögerte er nur kurz. Im Jahr darauf wurde er in den Kreistag gewählt, vier Jahre später, 1998, zog er in Mönkeberg in die Gemeindevertretung ein und wurde sofort Fraktionsvorsitzender. 2002 folgte die Wahl zum Bürgermeister.

Eine Amtszeit, viele Bauprojekte

Wenn Heinze auf seine Amtszeit zurückblickt, zählt er unter anderem die Planung und Umsetzung des großen neuen Quartiers Hegerade, die Schulsanierung, den Bau des Fähranlegers, die Kindergarten-Neubauten, die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule und nicht zuletzt die Amtsbildung auf.

Auch wenn es um Fehler geht, muss er nicht lange überlegen. „Der Verkauf der gemeindeeigenen Wohnungen.“ 2003 verkaufte Mönkeberg 121 Wohnungen. Auch weil es damals einen Sanierungsstau gab. „Das hat mir auch in der eigenen Partei ein bisschen geschadet.“

Ein Herz für Kinder

Am Ende einer langen Politik-Karriere überwiegen aber die positiven Erinnerungen. „Diese Tätigkeit war eine Bereicherung für mein Leben. Ich hatte immer das Gefühl, anerkannte Arbeit zu leisten und Freude daran, für die Bürger da zu sein“, sagt Heinze, dem nach eigener Aussage vor allem die Kinder am Herzen lagen. „Wenn die Kinder mir auf der Straße ,Hallo Jens‘ zurufen, dann weiß ich, dass die Zukunft lebt.“

Ein wichtiger Termin im nächsten Jahr

Und was kommt jetzt? „Ein bisschen was habe ich noch im Sozialverband zu tun“, sagt er. Dort ist er zweiter Vorsitzender und Beisitzer im Kreisvorstand. Auch in der Wiker Chorvereinigung wird er gemeinsam mit seiner Frau weiter singen und sich engagieren. Außerdem ist er noch Vertreter im Widerspruchsausschuss der Barmer. „Das reicht dann auch“, sagt der sechsfache Großvater und lacht. Ein wichtiger Termin steht im kommenden Jahr aber schon fest. Dann feiern er und seine Frau Helga goldene Hochzeit.

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