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Plön Seit 50 Jahren im gleichen Amt tätig
Lokales Plön Seit 50 Jahren im gleichen Amt tätig
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16:05 03.08.2018
Von Silke Rönnau
Amtsvorsteher Kai Johanssen (links) gratuliert Eckhard Wichmann zum 50-jährigen Dienstjubiläum. Quelle: Silke Rönnau
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Schellhorn

Als 13-Jähriger kommt er mit seinen Eltern aus Nordrhein-Westfalen nach Freudenholm (Gemeinde Schellhorn). Ein Jahr später fängt er seine Lehre in der Amtsverwaltung Preetz-Land – die damals noch in der Gartenstraße in Preetz sitzt – an. „100 D-Mark und ein paar Pfennige habe ich damals verdient“, erinnert sich Wichmann.

Gleich nach der Lehre wird er Beamtenanwärter, muss dann von 1973 bis 1974 seinen Wehrdienst leisten. 1983 wird er Beamter auf Lebenszeit und steigt 1999 in den gehobenen Dienst auf. 2004 wird er zum Amts-Amtmann befördert.

Amt platzte aus allen Nähten

Das Amtsgebiet umfasst anfangs nur sechs Gemeinden, erst mit der Gebietsreform kommt das Amt Kirchbarkau mit elf Kommunen dazu. In der Gartenstraße wird an- und ausgebaut. „Aber wir platzten schließlich aus allen Nähten.“ Deshalb wird der Neubau einer Amtsverwaltung in Schellhorn in Angriff genommen. Er selbst kauft sich ebenfalls in Schellhorn ein Haus. „Der kurze Weg zum Büro war natürlich auch ein Grund, warum ich hier geblieben bin“, sagt er. 

Einige Schicksale miterlebt

Außerdem habe er sich im Amt immer wohl gefühlt, auch viele seine Kollegen seien schon lange dort tätig. In all den Jahren habe er nur drei Amtsleiter erlebt. Er betreut Ordnungs- und Sozialamt, kümmert sich um die vielen Spätaussiedler, die nach Deutschland kommen. „Im Sozialamt habe ich schon einige Schicksale mitgekriegt“, blickt er zurück.

Dann kommen 2005 die Flüchtlinge. Er fährt durch den Amtsbezirk und guckt, wo Wohnungen frei sind,  spricht die Hausbesitzer an und fragt, ob sie vermieten. Danach müssen die Wohnungen komplett ausgestattet werden.

Lob vom Amtsvorsteher

Am 31. August hört er nach dem Urlaub offiziell auf, will sich um Haus und Garten kümmern, mit dem Hund lange Spaziergänge machen und mehr verreisen. Amtsvorsteher Kai Johanssen lobt ihn: „Sie haben Hervorragendes für das Amt geleistet bei der Flüchtlingskrise.“ Die Betreuung sei reibungslos verlaufen. „Und Ihre Weitsicht hat die Verwaltung davor bewahrt, für leerstehende Wohnungen jetzt noch Mieten zahlen zu müssen.“

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