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Jugendliche greifen Polizeistation an

Preetz Jugendliche greifen Polizeistation an

Jugendliche, die bereits seit Monaten durch Straftaten in Preetz (Kreis Plön) für Verunsicherung sorgen, haben in der Nacht zum Dienstag die örtliche Polizeistation angegriffen und Beamte mit Steinen beworfen. Das bestätigte am Mittwoch die Polizei.

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Die Polizeistation Preetz im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Zwei 16-Jährige versuchten nach Informationen von KN-online, Fensterscheiben einzuwerfen und die Tür der Station einzutreten. Eine Polizistin und ein Polizist wurden nach Angaben des Revierleiters Michael Martins beim Verlassen des Gebäudes tätlich angegriffen und mit Steinen beworfen. Auf der Flucht warfen die Jugendlichen nach Schilderung von Kollegen weiter mit Steinen. Ein Wurfgeschoss von der Größe eines Ziegelsteins verfehlte die Polizistin knapp.

Erst vor fünf Tagen hatte es Entwarnung gegeben

Über Monate waren Jugendliche auf dem Marktplatz der Kleinstadt durch Beleidigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen aufgefallen.  Erst vor fünf Tagen hatte die Preetzer Polizei die Einstufung der Innenstadt als „gefährlicher Ort“ aber wieder aufgehoben. Begründung: Die Lage habe sich beruhigt.

"Eine noch nicht erlebte Dimension"

In einem internen Vermerk für Kollegen, der den Kieler Nachrichten vorliegt, schreibt ein Dienstgruppenleiter über eine „noch nicht erlebte und unfassbare neue Dimension eines Angriffs“. Ein Sprecher von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) sagte am Mittwochabend, er kenne den Vorgang nicht.

KN-Video vom Preetzer Marktplatz

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kommentar

Der Angriff auf die Preetzer Polizeistation ist erschreckend. Nicht nur deswegen, weil das Gebäude und sogar Polizeibeamte mit Steinen beworfen wurden. Sondern vor allem deshalb, weil sich der Eindruck einer gewissen Hilflosigkeit gegenüber den bekannten Intensivtätern bei der Bevölkerung breitmacht.

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