Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Vom Leuchtfeuer zum Hafenmeister-Büro
Lokales Plön Vom Leuchtfeuer zum Hafenmeister-Büro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 05.04.2018
Von Merle Schaack
Hafenmeister Erni Boller hat aus dem Büro im ehemaligen Leuchtfeuer einen Rundumblick über den Mönkeberger Hafen. Quelle: Merle Schaack
Mönkeberg

Erste-Hilfe-Koffer, kleines Heizgerät, Telefon, Übersichtsplan und natürlich eine ganze Batterie an Gäste-Flaggen: Im Büro von Hafenmeister Erni Boller ist gerade einmal so viel Platz, dass er sich auf seinem Stuhl einmal um die eigene Achse drehen kann. Trotzdem fehlt es hier an nichts. Boller hat alles, was ein gewissenhafter Hafenmeister braucht, in Griffweite.

Denn sein Büro ist rund, die hölzerne Einrichtung mit Schreibtischplatte und Schränken eigens dafür angefertigt. Und das Beste: Die ehemalige Spitze des Neukirchen-Feuers bietet ihm einen praktischen Rundumblick über den gesamten Sportboothafen.

Spitze sollte verschrottet werden

Das war in Mönkeberg nicht immer so. Denn als 1974 der neue Sportboothafen eingeweiht wurde, hatten die Schiffe ihren Platz im Hafen bekommen, die Skipper einen in der damaligen Fährhaus-Gaststätte. Nur einer wusste bei Wind und Regen nicht, wohin: Hafenmeister Julius Kuhrt.

Da war es ein glücklicher Zufall, dass die damalige Vereinsführung der WMV bei einem Segeltörn die eiserne Laterne des bisherigen Neukirchen-Feuers auf dem Tonnenhof in Holtenau entdeckten, wo sie auf ihre Verschrottung wartete. 1928 war das Leuchtfeuer, ausgerüstet mit einem Flüssiggas-Glühlicht, erstmals in der Nähe des Dorfes Neukirchen bei Flensburg angezündet worden. 1968 hatte es ausgedient und und wurde durch ein neues ersetzt. Nach einer Anfrage beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel war klar: Die ausgediente Spitze sollte der Arbeitsplatz für Julius Kuhrt werden.

Und so bekam der Turm, der zunächst ohne seinen heutigen Unterbau auf die Plattform montiert wurde, schnell seinen Namen. Wann immer Gäste nach dem Hafenmeister fragten, bekamen sie die Antwort: „Julius sitzt im Turm“. Daraus wurde im Laufe der Zeit der Name „Juliusturm“, der sich bis heute hält.

Hier sehen Sie Bilder vom Juliusturm früher und heute.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Martin Stadermann dürfte landesweit einer der ganz wenigen Uhrmachermeister sein, die sich auf die Reparatur von historischen Uhren und Turmuhren verstehen. Am Sonnabend, 7. April, feiert er das 25-jährige Bestehen seiner Uhrenwerkstatt in Preetz.

Anne Gothsch 05.04.2018
Plön Spende von Carsten Anders - Friedhof in Giekau wieder mit Toren

Ohne diese Spende blieben der alte und der neue Friedhof in Giekau wohl ohne vernünftigen Zugang. Der Hohenfelder Unternehmer Carsten Anders (Anders Immobilien KG) stiftete „seiner“ Kirchengemeinde drei neue Toranlagen. Die Spende hat einen Wert von knapp 16.000 Euro.

Hans-Jürgen Schekahn 04.04.2018
Plön Über 220 Veranstaltungen - Volles Programm an der Hohwachter Bucht

Die Ferienorte an der Hohwachter Bucht starten mit einem bunten Programm in die neue Saison. Unter mehr als 220 Konzerten, Führungen, Feste und Flohmärkte können Gäste und Einheimische bis Ende Juli auswählen.

Hans-Jürgen Schekahn 04.04.2018