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Plön Orgelunterricht auf Jamaika
Lokales Plön Orgelunterricht auf Jamaika
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07:00 03.01.2018
Von Silke Rönnau
Klosterorganistin Gabriele Schenkel - hier an ihrer elektrischen Orgel zu Hause - hat ihre Kenntnisse auf Jamaika weitergegeben. Quelle: Silke Rönnau

Im Jahr 2000 erhält Gabriele Schenkel zusammen mit ihrem Mann Roman Reichel, Kirchenmusiker in Probsteierhagen, über einen akademischen Austauschdienst eine Einladung zu einer Konzertreise auf Jamaika. Die 56-jährige gebürtige Mannheimerin verliebt sich auf Anhieb in die Insel. Bei den folgenden jährlichen Urlauben auf der Insel knüpft die Kirchenmusikerin und Pianistin weitere Kontakte.

Über Facebook findet sie nach vielen Jahren die Frau wieder, die damals die Konzerte mit organisiert hat. „Sie sagte, wir brauchen dringend Organisten. Mach’ doch mal Workshops und Konzerte“, erzählt Gabriele Schenkel. Zweieinhalb Monate bleibt sie auf Jamaika, wo es keine richtige Orgelausbildung und keinen Studiengang gebe: „Die meisten haben sich das autodidaktisch am Klavier beigebracht.“

Orgeln sind nicht im besten Zustand

Auf Jamaika gebe sehr schöne Orgeln, aber viele seien nicht gerade im besten Zustand, berichtet sie. Manche Gemeinden dächten schon daran, sie auszubauen, weil es nicht genügend Organisten gebe. „Es ist mein ganz großes Anliegen zu verhindern, dass die Instrumente abgerissen werden.“ Die Orgeln seien an die klimatischen Bedingungen gewöhnt, allerdings zersetze sich das Material schneller als in gemäßigtem Klima.

Anspielen gegen den Außenlärm

Ein Problem sei das Klima vor allem in anderer Hinsicht: „Bei 35 Grad sind alle Fenster geöffnet, und man spielt gegen die Außengeräusche wie Autohupen, den Lärm der Ventilatoren und den Gospelgesang aus der Nachbarkirche an.“ Das erfordere eine hohe Konzentration. „Dazu schwirren die Mücken um die Beine und stechen durch alles hindurch.“

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