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Plön Rückschlag für geplanten Radweg
Lokales Plön Rückschlag für geplanten Radweg
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17:57 03.12.2018
Von Anne Gothsch
Die Bürgermeister Roy Bartsch (von rechts), Uwe Leiner und Frank Jedicke wollen weiter dafür kämpfen, dass an der Kreisstraße 10 zwischen Postfeld und Kirchbarkau ein Radweg gebaut wird. Klaus Blöcker, Fraktionsvorsitzender der Kreiswählergemeinschaft Plön, will sie dabei unterstützen. Quelle: Anne Gothsch
Postfeld

Denn die schmale, kurvenreiche und hügelige Straße ist schon für den normalen Pkw-Verkehr gefährlich. Auf der Prioritätenliste des Kreises Plön stand deshalb der Radweg im Zeitraum 2014 bis 2018 auf Platz fünf. Auf einer neuen Liste, die für die Jahre 2019 bis 2023 fortgeschrieben wurde, ist dieser Weg plötzlich auf Platz 21 gerutscht. „Die neue Liste kennen wir offiziell noch gar nicht, aber der Kreistag will darüber bereits am 6. Dezember abstimmen“, empört sich Roy Bartsch und betont, dass der Radweg nicht nur für Kinder als Schulweg bedeutend sei, sondern auch für Erwachsene als Verbindung zu Sporthalle, Kirchengemeinde, Badestelle oder zum Markttreff in Kirchbarkau“.

Doch nach der neuen Liste genießen künftig Radwege Priorität, „die in orts- und stadtnahen Bereichen eine hohe Nutzungsfrequenz und eine Verknüpfung mit dem ÖPNV erwarten lassen. Daneben sollen Aspekte der Verkehrs- und Schulwegsicherheit priorisiert werden“, heißt es im Begleittext. „Aber unser Radweg hat nicht mal in der Kategorie Einzugsbereich von Schulen im Umkreis von vier Kilometern einen Punkt erhalten. Das ist nicht nachvollziehbar“, ärgert sich der Postfelder Bürgermeister.

Nur noch etwa 200 Fahrzeuge pro Tag

In einer Stellungnahme des Kreises heißt es dazu, dass die Strecke von Postfeld bis Kirchbarkau mehr als fünf Kilometer lang sei, deshalb trage der Kreis die Schulbuskosten. Badestellen würden nur berücksichtigt, wenn sie direkt an einer Straße liegen, was bei der K10 nicht der Fall sei, und zu Markttreff, Kirche und Sporthalle gebe es keinen nennenswerten Radverkehr.

Außerdem argumentiert der Kreis damit, dass die Bedeutung der K10 mit dem Umbau der B404 zur A21 und dem Bau der neuen Kreisstraße 54 (Dörferverbindungsstraße) abnehmen werde. Prognosen gingen von nur noch etwa 200 Fahrzeugen pro Tag aus, der Richtwert für Radwege an Landstraßen liege bei einem Tagesaufkommen von zwischen 2500 und 4000 Fahrzeugen. Zudem könne die K10 dann zu einer Gemeindestraße abgestuft werden.
„Offenbar will man das jetzt schon vorwegnehmen und keine Radwege mehr an Straßen finanzieren, die in fünf oder sechs Jahren keine Kreisstraßen mehr sein sollen“, ärgern sich die drei Bürgermeister und hoffen, dass das letzte Wort dazu noch nicht gesprochen ist.

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