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Plön Überwachungskameras mussten wieder weg
Lokales Plön Überwachungskameras mussten wieder weg
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15:30 06.03.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Bauhof-Leiter Jochen Sauvant schaut auf die vorerst ausgemusterten Überwachungskameras. Die Stadt ließ alle Anlagen abmontieren. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Ein Anlieger des Gildenplatzes hatte die Datenschützer eingeschaltet. Dort war die Kamera auf den Bereich des ZOB mit seinen transparenten Wartehäuschen gerichtet. Der Grund: Unbekannte besprühten sie häufig mit Graffiti. Eine Überwachung sollte die Täter abschrecken.

"Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt"

An dieser Stelle ist das unzulässig, befand die ULD. „Jeder hat das Recht, sich frei im öffentlichen Raum zu bewegen. Eine Aufzeichnung von Videoüberwachungsdaten steht dem entgegen. Eine anlasslose Dauerüberwachung, die Aufschluss darüber geben kann, wer wann wo hingeht oder sich mit wem trifft oder an welchen Demonstrationen teilnimmt, würde die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen beeinträchtigen“, so die Leiterin der Behörde Marit Hansen auf KN-Anfrage.

Die Stadt hätte weitere Warnhinweise aufstellen müssen

Die Stadt hatte an der Bushaltestelle Schilder aufgestellt, die auf die Videoüberwachung hinwiesen. Laut Bürgermeister Dirk Sohn monierten die Datenschützer, dass Passanten aus bestimmten Richtungen die Schilder nicht rechtzeitig sehen würden. Die Stadt hätte weitere Tafeln um den ZOB herum aufstellen müssen.  Das sei zu umständlich und mit Aufwand verbunden, befand Sohn und ließ auch die Kameras am Rathaus, auf dem Marktplatz und am Eingang der Freizeitfläche abmontieren. Nach dem Umbau des Rathauses könnten sie wieder installiert werden. Im Moment habe er aber keine Lust "auf so ein Theater", so Sohn.

Kameras überführten Randalierer

Dabei kam die Polizei in einem Fall einem Täter auf die Spur. Ein junger Mann hatte im Innenhof des Rathauses die Tür zu den Stadtwerken mit Fußtritten demoliert. Eine Kamera hatten ihn dabei gefilmt und gestochen scharfe Fotos von ihm geliefert.

Die Kameras in Lütjenburg lieferten keine Dauerbilder, sondern speicherten die Aufnahmen  für 72 Stunden, bevor sie gelöscht wurden. Nur im Falle einer Straftat wurde der Chip ausgewertet.

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