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Plön Lütjenburger Kommandeure erinnern sich
Lokales Plön Lütjenburger Kommandeure erinnern sich
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05:00 05.01.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Oberst a. D. Carl-Lüder Kassebohm (links) und Oberstleutnant a. D. Hartmut Eller vor dem Fenster ihres früheren Kommandeursbüros im ersten Stock. Beide führten von dort aus das Flugabwehrregiment 6 in der Lütjenburger Schillkaserne. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

36 Flugabwehrpanzer Gepard. In der Spitze bis zu 1200 Soldaten. Sechs schießende Batterien, dazu eine Stabs- und eine Versorgungsbatterie. Das war das Bild der Bundeswehr bis Ende 2012 in Lütjenburg. Kassebohm und Eller kommandierten das Flugabwehrregiment jeweils fünf Jahre lang.

„Ich bin froh darüber, wie schnell das Kasernengelände nach der Schließung eine neue Nutzung erfahren hat“, sagt Kassebohm. Aus seiner Zeit als Offizier (Dienstgrad zuletzt Oberst) kennt er Städte, die das in 20 Jahren nicht geschafft haben. „Geräuschlos und schnell“ habe es hingegen in Lütjenburg geklappt. Und zum Abriss der Unterkünfte: „Das ist der Lauf der Dinge.“

Hartmut Eller (zuletzt Oberstleutnant) schließt sich dem an, hat aber auch „ein weinendes Auge“. Schon vor seiner Zeit als Kommandeur diente er in Lütjenburg. 1969 kam er in die Schill-Kaserne, erlebte die Einführung des Waffensystems Gepard mit. Da darf man schon wehmütig werden, wenn große Teile der Gebäude fallen.

Beide verbindet ein Ritual, das nur für die Lütjenburger Kommandeure galt. Sie besaßen den einzigen Schlüssel zu einer exklusiven Tür im Zaun an der Schönberger Straße. Weitab von der Hauptwache. Der Schlüssel dazu ging nur über von Kommandeur zu Kommandeur. So kamen Eller und Kassebohm ungesehen von der Wache auf das Gelände. Für jemanden, der wie sie die Dienstaufsicht über die Soldaten führt, ist ein plötzliches Erscheinen von Vorteil. Nicht immer für die Untergebenen.

Fotostrecke: Lütjenburger Kommandeure erinnern sich
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