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Plön Rum als Ablöse für verlorenes Material?
Lokales Plön Rum als Ablöse für verlorenes Material?
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17:55 06.07.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Zwei Bundeswehrausbilder der Marine müssen sich vor dem Amtsgericht Plön verantworten. Quelle: David-Wolfgang Ebener
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Plön

Ein Fall, den die Staatsanwaltschaft auflistete, betraf das Magazin eines Gewehrs. Angeblich ist es einem heute 30-jährigen Soldat auf dem Schießplatz abhanden gekommen. Als Gegenleistung für ein neues Magazin habe er eine Flasche Rum einreichen müssen. Der Marinesoldat, der als Zeuge vor Gericht barfuß in Badelatschen, in kurzer Sommerhose, einem T-Shirt mit Totenkopf und der Aufschrift „Blood“ erschien, sagte aus, dass es in dem Zug so üblich gewesen sei. Wer etwas verloren habe, habe Schnaps als Ablöse hingeben müssen, um es zurückzubekommen.

Schwierige Gruppe in der Grundausbildung

Der angeklagte Zugführer bestritt die Anschuldigungen. Die Gruppe, die Ende 2016 zur Grundausbildung nach Plön kam, habe sich durch zahlreiche Verfehlungen, vergessenes und verlorenes Material hervorgetan. Man sei mit den „Erziehungsmaßnahmen“ nicht mehr hinterher gekommen. Das seien zum Beispiel kurze Aufsätze über die aktuelle Politik im Bundestag gewesen. In dem Zug hätten sich neben jungen Rekruten auch Wiedereinsteiger befunden, die die Bundeswehr für einige Zeit verlassen hatten. Aus dieser Gruppe sei der Vorschlag gekommen, die Flaschen Schnaps als Sanktion für Fehler einzuführen. Der Zugführer und sein Stellvertreter hätten sich bereit erklärt, die Flaschen in ihrem Büro zu sammeln. Die Soldaten hätten das nicht gedurft. „Das ging nicht von uns aus.“ Tatsächlich seien bei ihnen im Laufe der Zeit sechs Rumflaschen abgegeben worden. Diese hätten sie aber nicht selbst getrunken, sondern zum Abschlussfest der Gruppe auf den Tresen gestellt.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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