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Plön Gibt es einen grünen Bürgermeister?
Lokales Plön Gibt es einen grünen Bürgermeister?
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12:36 17.05.2018
Von Merle Schaack
Murat Birkandan gründete vor gut einem Jahr in Mönkeberg einen Ortsverein der Grünen. Jetzt schickt sich der 46-Jährige an, die Mönkeberger Kommunalpolitik aufzumischen. Quelle: Merle Schaack
Mönkeberg

Zwar ist die CDU mit sechs Sitzen stärkste Kraft und gehört mit einem Plus von 1,3 Prozentpunkten zu den beiden Wahlgewinnern. Doch sicher sind ihr die Stimmen von den Grünen (drei Sitze), die zum ersten Mal in der Mönkeberger Gemeindevertretung sitzen, und SPD (vier Sitze) nicht. Möglicherweise bekommt sie auch noch einen Gegenkandidaten.

Denn die Grünen, die in ihrer konstituierenden Sitzung ihren Spitzenkandidaten und Ortsvorsitzenden Murat Birkandan zum künftigen Fraktionsvorsitzenden wählten, lassen sich selbst noch ein Hintertürchen offen. Nach eigenem Bekunden will Birkandan die theoretische Möglichkeit, selbst als Bürgermeister zu kandidieren „nicht völlig ausschließen“. Er sagt aber auch: „Wichtig ist eine konstruktive Amtsführung, über Parteilinien hinweg. Das traue ich mir zu. Als kleinste Fraktion wäre es aber vermessen, da einen Anspruch drauf zu erheben.“

Grüne fremdeln mit CDU-Kandidatin

Ob die CDU-Kandidatin Hilla Mersmann mit den Grünen-Stimmen rechnen könne, müsse sich in den kommenden Wochen zeigen. Zwar zeige die Jamaika-Koalition auf Landesebene, dass Unterschiede zwischen Grünen und Konservativen überwindbar seien, so dass es grundsätzlich keine Berührungsängste gebe. Dennoch sagt Birkandan, es falle ihm nicht leicht, eine CDU-Bürgermeisterin zu wählen. „Da müssen die Inhalte dann schon wirklich stimmen.“

SPD will kompletten Neustart

Auf SPD-Stimmen bei der Bürgermeisterwahl kann Mersmann wohl kaum hoffen. Zwar stellen die Sozialdemokraten keinen neuen Kandidaten auf. „Wir haben das Signal der Wähler verstanden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Katzer. „Aber die CDU ist bisher nicht auf uns zugekommen.“ Die 1,3 Prozentpunkte mehr seien „nicht die Welt“.

Vielmehr interpretiert Katzer das Wahlergebnis, bei dem seine Partei im Vergleich zu 2013 um 13,6 Prozentpunkte verlor, als Ruf nach einem grundsätzlichen Neuanfang. „Ich persönlich würde mir wünschen, dass wir alle den Mut haben, ihn zu wagen“, so Katzer.

Bürgermeisterwahl am 14. Juni

Hilla Mersmann hingegen sagt: „Wir haben ein klares Wählervotum bekommen. Das war in meinen Augen eine reine Bürgermeister-Wahl.“

Völlig bedeckt hält sich indes noch die UWG, die 7,7 Prozentpunkte und damit auch einen Sitz verlor. Sie stellt künftig noch vier Gemeindevertreter. und ließ verlauten, dass es derzeit keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten gibt.

Klarheit gibt es spätestens am Donnerstag, 14. Juni. Dann wählen die Gemeindevertreter in ihrer konstituierenden Sitzung den neuen Bürgermeister.

Lesen Sie auch den Kommentar zu diesem Artikel von Merle Schaack.

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