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Plön Kritik am Konzept zur Strandsicherheit
Lokales Plön Kritik am Konzept zur Strandsicherheit
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16:04 03.08.2018
Von Merle Schaack
Am Mönkeberger Strand gibt es immer wieder Probleme mit Lärmbelästigung, Gewalt und Müll. Der Drei-Punkte-Plan, mit dem Gemeinde und Amt reagieren wollen, wird nun kontrovers diskutiert. Quelle: Merle Schaack
Mönkeberg

Ein Scheinwerfer, neue Verbotsschilder und ein privater Sicherheitsdienst, der darauf achtet, dass die Verbote auch eingehalten werden – das ist das Konzept, mit dem das Ordnungsamt für mehr Sicherheit und regelkonformes Verhalten am Strand sorgen will.

Dort kommt es besonders in den Abendstunden immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen am Strand. Außerdem beschweren sich Anwohner über Lärmbelästigung. Auch Müll und Scherben sind ein Problem.

Schilder und Leuchte kommen bald zum Einsatz

In einem Bürgergespräch mit den Anwohnern vor Ort hatte Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp deshalb drei Maßnahmen vorgestellt und angekündigt, sie noch in diesem Sommer damit starten zu wollen.

Zwei davon stehen bereits kurz vor der Umsetzung: Nach Angaben von Bürgermeisterin Hilla Mersmann (CDU) sind neue Verbotsschilder bestellt. Zudem ist die Leuchte am Strandkiosk wieder aktiviert. In den nächsten Tagen soll die Polizei die Fernbedienung dazu bekommen, so dass sie den Strand bei Einsätzen hell ausleuchten kann.

Kritik an Kosten für Sicherheitsdienst

Doch am geplanten Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes entzündete sich in dieser Woche eine politische Debatte. Den Aufschlag machte die SPD in einem Facebook-Post. Darin kritisierte sie unter anderem die Kosten von mehr als 3000 Euro pro Monat bei drei Schichten pro Woche aus einem der beiden vorliegenden Angebote.

"Wir glauben, bei einem so punktuellen Einsatz wird das keine Wirkung haben", sagt ihr Fraktionsvorsitzender Dietmar Katzer. "Deshalb halten wir die Kosten für nicht gerechtfertigt, zumal die Statistik der Polizei in Mönkeberg keinen Einsatzschwerpunkt ausweist." Die SPD plädiert deshalb für eine Diskussion in den politischen Gremien. 

UWG für Kontrollen im ganzen Dorf

Auch die Grünen äußern Bedenken. "Wir wollen uns dem Versuch mit einem Sicherheitsdienst nicht verschließen, aber man könnte das Geld auch für eine weitere Kita-Mitarbeiterin oder ein Schulprojekt ausgeben“, sagt ihr Fraktionsvorsitzender Murat Birkandan.

Die UWG sieht ebenfalls Diskussionsbedarf. "Es gibt auch andere Orte in Mönkeberg, an denen wir Probleme haben", sagt Peter Lehswing und schlägt vor, den Sicherheitsdienst einen "Blick aufs Ganze" haben zu lassen.

Gespräche mit allen Fraktionen

Bürgermeisterin Hilla Mersmann (CDU) zeigt sich irritiert ob der neuen Debatte. „Ich nehme die Angelegenheit sehr ernst und werde auch handeln, wenn andere plötzlich eine andere Meinung vertreten“, sagt sie.

Dennoch wolle sie noch einmal das Gespräch mit allen Fraktionen suchen und entscheiden, ob das Thema noch in den politischen Gremien diskutiert werden muss. „Noch ist nichts in Stein gemeißelt.“ 

Den Einsatz eines Sicherheitsdienstes am Strand hält sie aber für unabdingbar. „Auch wenn die Polizei-Statistik hier keinen Schwerpunkt zeigt - das Gefühl der Bürger ist ein anderes“, sagt sie. Das liege auch daran, dass nicht alle Vorfälle bei der Polizei gemeldet werden und so auch nicht in den Zahlen dort auftauchen. „Wir müssen einen Weg finden, hier mehr zu regulieren“, sagt sie. 

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