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Plön Naturgruppe sucht ein Zuhause
Lokales Plön Naturgruppe sucht ein Zuhause
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10:03 19.04.2018
Von Merle Schaack
Sechs Stunden verbringen „Die Wanderratten“ jeden Tag draußen und sind dabei in ganz Mönkeberg unterwegs. Trotzdem hätten sie gerne einen festen Standort, an dem sie auch dauerhaft Beete anlegen könnten. Quelle: Merle Schaack
Mönkeberg

Seit einem Jahr sucht die Verwaltung nach einem Ort, der als fester Anlaufpunkt dienen kann und auf dem auch ein Bauwagen als Unterschlupf für die 17 Kinder aufgestellt werden darf. Bislang eine Odyssee ohne Lichtblick.

Behörden haben strenge Auflagen

15 Flächen hat das Sozialamt schon von Heimaufsicht und unterer Naturschutzbehörde prüfen lassen. Doch bisher verweigerte mindestens eine Behörde stets die Genehmigung. Denn auch für Naturgruppen gibt es einige Auflagen.

So ist ein Unterstand, wo sich die Kinder bei unvorhergesehenem schlechten Wetter aufhalten können, Voraussetzung für die Betriebserlaubnis. Ebenso muss gewährleistet sein, dass Rettungsfahrzeuge ihn gut erreichen können. Straßen und Gewässer in unmittelbarer Nähe sind gefährlich. Naturschutzgebiete hingegen sind tabu, allerdings muss der Standort auch genügend abwechslungsreiche Natur bieten, um die Kriterien der Heimaufsicht für eine Naturgruppe zu erfüllen.

Bogenschießplatz nicht optimal

Zurzeit ist die Gruppe deshalb auf dem Bogenschießplatz am Fuchsbergredder stationiert, den die Heimaufsicht auch genehmigt hat. Doch auch hier gibt es Probleme. Eltern und Erzieher beklagen, dass der Platz im Winter zu schattig und deshalb oft auch matschig sei. Außerdem können die Kinder hier keine Beete anlegen, weil der Platz im Sommer auch von den Bogenschützen genutzt wird, wenn die Gruppe nicht dort ist.

„Die Kinder sind super glücklich. Sie waren den ganzen langen Winter immer draußen und manchmal nass bis auf die Knochen, aber erstaunlich wenig krank“, erzählt Juliane Oelke aus dem Elternbeirat. „Die Naturgruppe ist eine Bereicherung für Mönkeberg.“

Eine andere Mutter ergänzt: „Es ist ein tolles Konzept, und ich habe keine Lust, dass da bald die Luft raus ist und Personal geht, weil es nicht mehr auszuhalten ist.“

Aus der Elternschaft kam zudem die Kritik, man habe nicht das Gefühl, dass alle Mittel ausgeschöpft worden seien, um nach geeigneten Flächen zu suchen.

Hoffnung auf Hinweise oder Flächen von Privatpersonen

Bürgermeister Jens Heinze wies darauf hin, dass viele Flächen in Bebauungsplänen als Ausgleichsflächen für Neubaugebiete ausgewiesen seien. Diese B-Pläne zu ändern und neue Ausgleichsflächen zu finden, dauere zu lange.

Nun hoffen Politik und Verwaltung auf Tipps aus der Bevölkerung. „Wir müssen ja keine gemeindeeigenen Flächen nutzen, sondern würden auch ein Grundstück von Privatpersonen pachten oder mieten“ sagt Jessica Klinger, Fachdienstleitung Schule und Kultur beim Amt. „Optimal wäre ein sonniger Platz, auf dem die Kinder sich richtig austoben können.“

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