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Plön Paradies für Insekten und Vögel
Lokales Plön Paradies für Insekten und Vögel
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05:00 10.07.2018
Von Silke Rönnau
Berthea Storm erläutert, welche Pflanzen in ihrem Naturgarten wachsen. Quelle: Silke Rönnau
Lehmkuhlen

„Seit 25 Jahren baue ich Insektengärten auf, das ist meine große Leidenschaft“, erzählt Berthea Storm, die vor sechs Jahren mit ihrem Mann nach Marienwarder gezogen ist. An der Grenzen zu einem benachbarten Feld hat sie einen Wall aus Holz und Grassoden aufgeschichtet und Schilf- und Bambusrohre hineingeschoben, die gerne von Wildbienen angenommen werden. Überall wiegen sich Gräser, Brennnesseln, Wildkräuter und Stauden im Wind. „Jede Menge Nahrung für Schmetterlinge, Schwebfliegen, Bienen und Hummeln“, schwärmt sie.

Keine gefüllten Blüten

„Man sollte die Straßenränder nicht mähen“, sagt sie und fordert mehr Lebensraum für die Tiere und eine Verknüpfung von Biotopen. Sie appelliert an Gartenbesitzer, auch mal Wildblumen zuzulassen und stattdessen auf gefüllte Blüten zu verzichten, die für Insekten nutzlos sind. „Wenn wir nicht aus dem Quark kommen, dann sterben die Insekten.“

"Raupen sind wunderschön bunt"

Sie zeigt auf eine abgefressene Pflanze. „Raupen“, sagt sie. „Manchmal fressen sie die Blüten weg, aber dafür sind viele Raupen wunderschön bunt.“ 99 Prozent ihrer Pflanzen seien einheimische Sorten, sie hat sie alle selbst ausgesät oder eingesetzt. Bei ihr gibt es jede Menge Disteln. „Der Admiral und der Distelfalter gehen am liebsten auf die Ackerdisteln“, erzählt sie. „Ich habe auch Distelfinken ohne Ende – es ist einfach traumhaft.“

Am Anfang sei es viel Arbeit, berichtet sie. An einigen Stellen hat sie Planen ausgelegt, um danach die Erde umgraben und neu bepflanzen zu können. Wenn alles bewachsen sei, mache sie nichts mehr. „Zum Schluss hast du nur noch Blüten.“

Traum von einem Teich

Auf der rund 1000 Quadratmeter großen Fläche gibt es auch Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren. Die Äpfel, die vom Baum fallen, lässt sie als Nahrungsquelle liegen. Ein paar Meter weiter hat sie ein Hummelhaus aufgestellt. Eine große Koppel überlässt sie zum größten Teil sich selbst, um zu sehen, was passiert. Nur einen Teich möchte sie gerne noch anlegen. Überall stehen Stühle und Bänke. „Einfach mal still reingucken in den Garten“, schlägt sie ihren Besuchern vor.

Weitere Informationen erteilt Berthea Storm unter Tel. 04342/761074.

Berthea Storm hat in Lehmkuhlen einen Naturgarten inmitten von Landwirtschaft angelegt.
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