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Plön Schon über 1200 Patienten behandelt
Lokales Plön Schon über 1200 Patienten behandelt
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17:53 12.08.2018
Von Silke Rönnau
Stolz auf sein Team: Dr. Daniel Meinecke (rechts), Leitender Arzt der Ameos-Psychiatrie- und Psychotherapieklinik in Preetz, zieht nach dem ersten Jahr eine erfolgreiche Bilanz. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

„Das ist bombastisch eingeschlagen, die Region hat auf dieses Angebot gewartet“, so Meinecke. Man sei vor einem Jahr mit 20 Patienten von der alten Station umgezogen und habe diese Zahl binnen einer Woche auf 40 verdoppelt. Für das Team sei dies eine große Herausforderung gewesen, die man aber toll gemeistert habe. „Ich bin sehr stolz auf die Mitarbeiter, ohne dieses Team würde es nicht funktionieren“, betont er.

In der Region gut etabliert

Die Klinik habe sich in der Region gut etabliert. Das Hauptversorgungsgebiet sei der Kreis Plön, Patienten kämen aber auch aus Kiel, Neumünster oder Rendsburg-Eckernförde. Meinecke lobt die gute Zusammenarbeit mit Ärzten und Behörden.

Vorher habe man keine Möglichkeit zur Notfallbehandlung gehabt, das habe sich mit der Kriseninterventionsstation im Neubau geändert. Dazu kämen eine gerontopsychiatrische Station sowie eine große allgemeine psychiatrische Station. Die Patienten litten vorwiegend an Depressionen und Ängsten, dazu gebe es Psychose- und Suchterkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen.

Es kann jeder kommen, dem es schlecht geht

Viele kämen mit der klassischen Einweisung vom Arzt oder mit dem Rettungswagen, andere stünden plötzlich vor der Tür und bitten um Hilfe. „Es kann jeder kommen, dem es schlecht geht“, sagt Meinecke: „Wir haben 24 Stunden offen.“ Aufgenommen werden Menschen ab 18 Jahren.

Behandlung individuell abgestimmt

Die durchschnittliche Verweildauer liege bei 24 Tagen. Manche gingen nach einer Nacht, andere blieben mehrere Wochen. Es gebe gruppenorientierte Therapien wie Ergo- und Psychotherapie, eine soziale Kompetenzgruppe, in der bestimmte Situationen geübt werden, und Einzelgespräche, dazu viel Sport, Bewegung und Entspannung. Die individuelle Behandlung werde mit den Patienten abgestimmt. Wenn es notwendig sei, werde auch medikamentös behandelt.

Nicht aus dem Alltagsleben herausreißen

In der Tagesklinik hielten sich die Patienten von 8 bis gegen 16 Uhr auf. Auch hier gebe es ein gruppen- und einzeltherapeutisches Programm. Das Angebot richte sich an Menschen, die in ihrem sozialen Kontext bleiben können oder aus der stationären Behandlung kommen, um wieder in ihr Leben zu finden. Die Tagesklinik sei ein Behandlungsverfahren, das sich immer weiter etabliere, so Meinecke: „Ich bin ein großer Fan davon.“ Denn die meisten psychischen Erkrankungen hätten mit dem Alltagsleben der Patienten zu tun. „Wenn man sie da herausreißt, ändert man nicht viel.“

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