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Plön Neues Verfahren machte Hans Muxfeldt berühmt
Lokales Plön Neues Verfahren machte Hans Muxfeldt berühmt
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16:38 27.05.2009
Preetz/Barmissen

Und so wird es im Neubaugebiet Schusterpark eben keine Hans-Muxfeldt-Straße geben, sondern die Straßenzüge werden sich (wie berichtet) die Bezeichnungen Haimkroogkoppel und Pabst-Straße (nach dem Preetzer Apotheker Johann Gotthilf Pabst) teilen.

Als „peinlich“ empfindet Hinrich Dibbern aus Barmissen die Unkenntnis der Entscheidungsträger in Preetz. Muxfeldt war Dibberns Vetter (der Sohn des Bruders seiner Mutter), und auf dem Hofgelände der Dibberns in Barmissenerfeld hat die Familie von Muxfeldt in den 60er Jahren eine Zeitlang gewohnt. Auch der Wissenschaftler lebte hier, wenn er aus den USA auf „Heimaturlaub“ nach Schleswig-Holstein kam.

Hans Muxfeldt wurde 1927 in Burg auf Fehmarn als Sohn des Lehrers Richard Muxfeldt und seiner Frau Elisabeth geboren. „Dort war die erste Lehrerstelle unseres Vaters“, erzählt Muxfeldts Schwester Anke Wintzer, die heute in Hamburg lebt. Dann zog die Familie nach Preetz. Dort arbeitete sich der Lehrer zum Realschulrektor hoch. Sohn Hans Muxfeldt studierte Chemie. Von Anfang der 60er Jahre bis 1971 lehrte und forschte er als Hochschullehrer in Amerika an der Privatuniversität Cornell in Ithaka im Staat New York. Dort entwickelte er ein Verfahren zur synthetischen Herstellung von Terramycin, einem Antibiotikum, das bis dahin nur organisch aus Strahlenpilzen gewonnen werden konnte. Das machte ihn in Fachkreisen berühmt. Im Juni 1969 hielt er eine Gastvorlesung an der Kieler Universität, und darüber erschien damals auch ein Bericht in den Kieler Nachrichten.

Er sei im Kreis der Fachkollegen sehr geschätzt worden, erzählt Hinrich Dibbern. Er habe sehr viel gearbeitet, unter anderem auch als Berater von Pharmazieunternehmen in den USA. Anfang der 70er Jahre folgte Muxfeldt einem wissenschaftlichen Ruf nach Stuttgart. Dort starb er im Dezember 1974 auf recht tragische Weise an einer Gehirnblutung. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof in Kirchbarkau, wo auch seine Eltern begraben sind.

Zwischenzeitlich ist auch im Preetzer Rathaus bekannt, dass der Wissenschaftler längst nicht mehr lebt. Anfang April, als über Straßennamen im Ausschuss für Hoch- und Tiefbau beraten und dabei auf eine ältere Vorschlagsliste der Verwaltung zurückgegriffen wurde, war das Nachforschen offenbar einfach vergessen worden.

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