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Plön Pläne müssen in die Tonne
Lokales Plön Pläne müssen in die Tonne
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18:16 14.03.2017
Von Andrea Seliger
Das Luftbild zeigt die letzte noch nicht bebaute Fläche im Gewerbegebiet Ostseepark. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts dürfte sie auch weiter leer bleiben. Quelle: Ulf Dahl
Schwentinental

"Wir betrachten den Ostseepark als eine Fehlentwicklung", sagte der vorsitzende Richter Siegfried Horbul sehr deutlich. Die Fakten sind bekannt: Die "Einzelhandelsagglomeration" von knapp 90 000 Quadratmetern Verkaufsfläche direkt vor den Toren der Landeshauptstadt ist Nachbarkommunen und Landesplanung schon lange ein Dorn im Auge, weil sie fürchten, dass dadurch Kaufkraft aus den Ortszentren abgezogen wird. Richtig laut wurde der Protest, als Schwentinental begann, auf der letzten Freifläche, dem Erdbeerberg, ein 14000-Quadratmeter-Einkaufszentrum zu planen. Das Land hatte die Stadt in einem sogenannten "Anpassungsverlangen" aufgefordert, diese Entwürfe zu ändern, da sie nicht den landesplanerischen Zielen entsprächen. Dagegen hatte Schwentinental geklagt.

Schwentinental hatte im Verfahren unter anderem damit argumentiert, die besonderen Verhältnisse durch das in Jahrzehnten gewachsene Gebiet seien im Landesentwicklungsplan nicht berücksichtigt worden. Außerdem habe die Stadt bereits begonnen, die Forderungen umzusetzen: Das Gebiet sei mit vier Planentwürfen neu strukturiert worden, drei davon sehen Beschränkungen vor. Bürgermeister Michael Stremlau betonte, wichtig sei, den bereits bestehenden Betrieben Entwicklungsspielraum zu gewähren und so auch die Arbeitsplätze in der Region zu halten. Schwentinental wollte ihn zehn Prozent Erweiterungsmöglichkeiten zugestehen, die Landesplanung nur fünf Prozent. "Der Ostseepark hat Schäden verursacht. Eine Ausweitung würde weitere Schäden zu Folge haben", so der Richter.

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