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Plön Grundloser See doch nicht so grundlos
Lokales Plön Grundloser See doch nicht so grundlos
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07:01 08.03.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Henning und Sabine Thiessen und Karl Kahl haben den Test mit einem Lot gemacht: Der Grundlose See ist eher ein Flachgewässer. Quelle: Privat

Der studierte Geologe und Biologe Thiessen nutzte die Frostperiode, um seine Messungen mit einem Lot von der Eisdecke aus vorzunehmen. Boote gibt es nicht am Grundlosen See. Begleitet wurde er von seiner Frau Sabine und Karl Kahl, der ebenfalls Mitglied im Verein des Eiszeitmuseums ist. Und das ist das Ergebnis: An der tiefsten Stelle in der Mitte misst das Gewässer nur 3,50 Meter. Im Uferbereich sackte das Lot nicht tiefer als 1,50 Meter. Der Grundlose See ist also längst nicht so tief, wie sein Name vermuten lassen könnte.

Nach der Eiszeit war der See wohl tiefer

Auch für Thiessen ist das Ergebnis etwas enttäuschend. Aber er hat eine Erklärung dafür. Der Grundlose See ist ein Toteisloch aus der letzten Eiszeit, die vor 12000 Jahren zu Ende ging. Damals ruhte ein riesiger Eisberg an der Stelle des Sees, der tief in die Erde reichte. Als das unterirdische Gebilde schmolz, entstand eine Art Krater, der sich mit Wasser füllte. Thiessen geht davon aus, dass der Grundlose See in seinen jungen Jahren tatsächlich 20 oder 30 Meter tief gewesen sein könnte. Er ist von Anfang an von Wäldern umschlossen, deren Laub ins Wasser wehte. Über die Jahrtausende hinweg wuchs die Bodenschicht an. Am liebsten ließe Thiessen einmal eine Bohrung durch den Untergrund treiben, um die ursprüngliche Tiefe herauszufinden.

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