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Plön Anklage gegen Heikendorfer Waffensammler
Lokales Plön Anklage gegen Heikendorfer Waffensammler
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19:43 04.01.2017
Von Günter Schellhase
Dieser Weltkriegspanzer wurde von zwei Bergepanzer der Bundeswehr aus dem Keller in Heikendorf gezogen. Quelle: Frank Peter (Archiv)
Heikendorf

Der Polizeieinsatz am 1. Juli 2015 war spektakulär. Im Morgengrauen stand ein Großaufgebot vor dem Haus des Heikendorfers und begehrte Einlass. Die Beamten verdächtigten den Mann, in seinem Haus einen Panzer stehen zu haben. Dieser Verdacht bestätigte sich schnell. Zudem fanden die Einsatzkräfte zahlreiche andere Waffen, die nach Angaben von Oberstaatsanwalt Axel Bieler nicht "entmilitarisiert" waren. Mit zwei Bergepanzer der Bundeswehr wurde der Panzerkampfwagen vom Typ Panther aus dem Keller des Hauses gezogen. Doch damit nicht genug: Sichergestellt wurden nach Angaben des Oberstaatsanwalts eine Flugabwehrkanone, ein Torpedo, ein Mörser, ein Maschinengewehr, ein Sturmgewehr, ein Raketengewehr und mehrere halb- sowie vollautomatische Pistolen. Auch 1500 Schuss Munition nahmen die Polizisten mit. "Alle Waffen waren nicht entmilitarisiert, also funktionsfähig. Aus diesem Grund haben wir jetzt Anklage vor dem Landgericht erhoben", so Bieler. Der Vorgang habe einige Zeit in Anspruch genommen, weil die Begutachtung der Weltkriegswaffen lange gedauert habe. Alle sichergestellten Waffen sind an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein sicher aufbewahrt, der Panzer in Putlos.

Ermittler des Landeskriminalamtes Berlin hatten den Mann bereits im Mai 2015 aufgesucht. Sie verdächtigten den Sammler, dass er möglicherweise auch Nazi-Kunst auf seinem Anwesen stehen hatte. In Heikendorf soll schon vorher bekannt gewesen sein, dass der 79-Jährige einen Panzer besitze.

In Heikendorf wurde ein Panzer und diverse Militaria aus einem Privathaus beschlagnahmt.
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