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Plön Neues Atelier in Lütjenburg
Lokales Plön Neues Atelier in Lütjenburg
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13:12 19.10.2018
Von Alev Doğan
Glücklich angekommen: Die Künstlerin Petra Weifenbach, hier in ihrem Atelier in der Markttwiete, ist vor zwei Monaten von Köln nach Lütjenburg gezogen. Ihre Werke an der Fensterfront sind Blickfang und Gesprächsstoff in der kleinen Stadt. Quelle: Alev Dogan
Lütjenburg

Vor zwei Monaten sind Petra Weifenbach und ihr Mann von Köln hierher gezogen. „Das war schon ein krasser Schritt“, sagt Weifenbach.

Von der Rheinmetropole nach Lütjenburg

Nach rund 30 Jahren in der Metropole am Rhein begannen die 57-Jährige und ihr Mann vor zehn Jahren sich nach einem Eigenheim umzuschauen. „Innerhalb Köln war alles, was in Frage kam, zu teuer“, erzählt sie. Von den Fliehkräften, die die Gentrifizierung der Großstädte bewirkt, hat so eine Kleinstadt profitiert: Ein Künstlerpaar – Weifenbachs Mann, Axel Siefer, ist Schauspieler und Regisseur – lebt und wirkt nun in Lütjenburg.

Das Erdgeschoss des Hauses hat sie zu ihrem Atelier gemacht. „Es ist faszinierend“, sagt Weifenbach und schaut sich sichtlich begeistert in ihrem neuen Atelier um, „wie man nach zehn Jahren plötzlich ein Haus findet, bei dem einfach alles passt.“

Kunst der optischen Täuschung

Und ihre Kunst?„Zeichnungen, Fotografie, Malerei – ich arbeite viel mit unterschiedlichen Materialien“, erklärt sie. Sie nimmt sich etwa ein Objekt vor – etwa einen Schuh – und fotografiert ihn von allen Seiten. Die Fotoabzüge baut sie dann so maßstabsgetreu zusammen, dass sie wieder aussehen wie ein Schuh. „Ich übersetze ein dreidimensionales Objekt durch das Fotografieren erst mal in eine Zweidimensionalität und rekonstruiere es dann wieder in eine neue Dreidimensionalität“, erklärt sie.

Dadurch kommen die neuen Objekte ihrem Original wieder ziemlich nah und sehen ihm zum verwechseln ähnlich – Kunst, die auch auf dem Prinzip der optischen Täuschung fußt. So war auch der Glasschuh kein Glasschuh, sondern ein durch Fotoabzüge neu zusammengesetztes Abbild eines Glasschuhs.

"Vom Schicksal geküsst"

Hat sie Sorge, dass ihr die Größe Kölns – auch die der dortigen Kunstszene – fehlen wird? „Ich denke, ich werde hier in Ruhe arbeiten können“, sagt sie. „Ich fühle mich sehr wohl, liebe mein Atelier.“ Mit diesem Haus in Lütjenburg fühle sie sich „wie vom Zufall geküsst“.

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