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Plön Wenn die Pflege zur Last wird
Lokales Plön Wenn die Pflege zur Last wird
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07:00 28.07.2018
Von Silke Rönnau
Gemeinsam gegen Krisensituationen in der Pflege: Daniela König (Pflegestützpunkt Kreis Plön, von links), Anke Buhl (Pflegenottelefon), Susanne Untiedt (Einrichtungsleiterin Haus am Klostergarten ), Kerstin Braemer (Leitung Soziale Betreuung im Haus am Klostergarten) und Nicole Adamczewski (Pflegestützpunkt) laden zu mehreren Veranstaltungen ein. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Das Pflegenottelefon war 1999 als Beratungs- und Beschwerdenummer im Land eingerichtet worden, berichtet Projektkoordinatorin Anke Buhl. Angesprochen seien vor allem Menschen, die merkten, dass sie an ihre Grenzen stießen. „Wir wollen ihnen Raum geben für ihre Sorgen.“

Telefon ist rund um die Uhr besetzt

Die Anlaufstelle mit der Nummer 01802/494847 sei rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar und werde zum Teil auch direkt an einen der 14 Pflegestützpunkte im Land weitergeleitet. Wenn es um Beschwerden gehe, zum Beispiel über mangelhafte Pflege in einem Heim, suche man das Gespräch mit der Einrichtung selbst und versuche zu klären, wo die Konflikte liegen und wie man sie lösen kann.

Zusammenspiel von Familie und Profis

Mit den Veranstaltungen unter dem Motto „Bewusstsein wecken – sensibilisieren – informieren“ wolle man bestimmte Themen, die immer wieder auftauchten, aufnehmen und vertiefen. Die Referenten sollen dabei nicht nur ihr Wissen weitergeben, sondern auch Fragestellungen aus dem Publikum aufgreifen. Ziel sei es, mit dem Veranstaltungsort im Kreis-Alten- und Pflegeheim Haus am Klostergarten in Preetz die Hemmschwelle zu senken und ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen. „Wir wollen das Zusammenspiel von Familie und Profis fördern.“

Neu: Mediation bei Konflikten

Der Pflegestützpunkt im Plöner Kreishaus habe feste Sprechzeiten, man könne aber auch Termine außerhalb oder Hausbesuche vereinbaren, erklärt Beraterin Nicole Adamczewski. Angeboten werde nicht nur soziale Beratung, sondern auch Unterstützung bei finanziellen Fragen. Viele hätten Angst, dass sie sich eine Unterbringung in einem Pflegeheim nicht leisten könnten. Als neues festes Angebot seit Anfang des Jahres gebe es auch eine Mediation, um verhärtete Fronten bei Konflikten aufzubrechen.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 23. August, spricht Dr. Hanneli Döhner über „Und wo bleibe ich...? Pflegende Angehörige – zwischen Selbstaufgabe und Fürsorge“. Mit dem Thema „Wenn die eigenen Eltern älter werden – Herausforderungen und Wege im Sozialrecht“ befasst sich Thomas Richert am Donnerstag, 25. Oktober. „Wenn das Altwerden zur Last wird – Depressionen im Alter“ ist das Thema von Dr. Claus Wächtler am Donnerstag, 8. November.

Anmeldungen und weitere Informationen: Pflegestützpunkt im Kreis Plön, E-Mail: pflegestuetzpunkt@kreis-ploen.de, Tel. 04522/743311. Pflegenottelefon Schleswig-Holstein, E-Mail: post@pflege-not-telefon.de, Tel. 0431/5114551.

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