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Volles Haus bei der Plöner Speeldeel

Silvestervorstellung Volles Haus bei der Plöner Speeldeel

Mit solch einem Andrang hatte die Plöner Speeldeel nicht gerechnet. Ihr erster Silvester-Auftritt in der Aula am Schiffsthal war ein voller Erfolg. Rund 240 Zuschauer amüsierten sich zweieinhalb Stunden lang bei dem Schwank „Veer Froonslüüd för Karli“.

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Hanna (Inke Klein), Anke (Marina Schmoldt) und Lotte (Dorothe Storm) singen jeden Morgen: "Nie wieder ein Mann".

Quelle: Thomas Christiansen

Plön. „Es ist erstaunlich, dass so viele Menschen an Silvester nichts vorhaben“, meinte Erhard Schmoldt, der an der Kasse nicht nur reservierte Karten ausgab, sondern auch jede Menge spontane Gäste begrüßen konnte, bis alle 240 aufgestellten Stühle besetzt waren. Schließlich hatten die Menschen ja eben doch etwas vor, sie wollten am Silvesterabend ihren Spaß mit plattdeutschem Theater haben.

Und dafür sorgten Marina Schmoldt als Anke, Inke Klein als Hanna, Dorothea Storm als Lotte und Julia Meyer als Louise sowie Dieter Lamp als Karli in dem Schwank in fünf Akten von Ubbo Gerdes unter der Regie von Julia Meyer. „Uns Dieter kann nicht mehr richtig kieken“, wurden die Zuschauer vor dem Beginn der Aufführung gewarnt, doch der fast blinde Dieter Lamp ließ sich das auf der Bühne kaum anmerken. Nur einmal wäre er fast über seinen Staubsauger gestolpert.

Lamp spielte den Staubsaugervertreter, der die drei Frauen, die nie wieder einen Mann ins Haus lassen wollten, der Reihe nach dazu brachte, ihren Schwur zu brechen. Jeden Morgen beim Kaffee standen die drei WG-Bewohnerinnen auf und sangen „Nie wieder einen Mann“, doch nach jedem Besuch von Karli war es eine Frau mehr, die nicht mehr so recht mitsingen mochte. Als sie schließlich merkten, dass er sich mit allen dreien vergnügte und außerdem noch verheiratet war, erteilten sie ihm am Ende zu viert so eine Lektion, dass er die Flucht ergriff.

„Bei uns macht eigentlich jeder alles“, erklärte Schmoldt, der nicht nur Kassierer, sondern auch Bühnenbauer und Caterer ist. Die Zahl der Spieler ist aber begrenzt. „Uns fehlen vor allem Männer“, beklagte Schmoldt. Wer bei der Speeldeel mitmachen möchte, muss kein Platt können, betonte er.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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