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Plön Nachbarn wollen den Neubau nicht
Lokales Plön Nachbarn wollen den Neubau nicht
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06:18 12.01.2019
Von Anja Rüstmann
Die ersten Häuser in der Krabbe (rechts) sollen abgerissen werden. Die angedachten. Neubebauung stößt bei den Anliegern auf Protest. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Schon im Dezember hatte Ulrich Fehlberg, Sprecher einer kleinen Anwohnerinitiative, der Bürgervorsteherin Mechtilde Gräfin von Waldersee 120 Unterschriften überreicht. Alle unterstützen die Forderung nach einem geordneten Bauordnungsverfahren. Hintergrund: Im Bereich Krabbe 2 und 3 gibt es Neubaupläne, die den Nachbarn nicht passen. Die angedachten Wohnblöcke würden nicht ins Altstadtquartier passen, seien überdimensioniert, so die Argumente der Anwohner. Sie hoffen, mit einem B-Plan dem Investor einen Strich durch die Rechnung machen zu können. Zumindest möchten sie gehört werden.

Noch ist nichts genehmigt. Es liegt nur eine Bauvoranfrage vor. Mit den Plänen hat sich der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss (SteP) bereits mehrfach beschäftigt. Im August stellte ein Architekt dem Ausschuss Zeichnungen vor. Auf 1700 Quadratmetern sollen zwei Wohnblocks mit Giebeln entstehen, insgesamt bis zu 18 Wohnungen. „Wir haben inzwischen die Ideen des Investors so geformt, dass nach Ansicht des Ausschusses gebaut wird“, sagte Bernd Möller (SPD) während der Step-Sitzung.

Plakate und weitere Unmutsäußerungen durften die zwei Handvoll Anwohner während der Sitzung nicht hochhalten. Fehlberg, der selber einige Jahre Ratsherr für die CDU war, fragte in der Einwohnerfragestunde: Warum wird hier kein B-Plan aufgestellt?

Weil es die Stadt nicht muss. Gibt es keinen B-Plan, wird laut Baugesetzbuch die Stadt gefragt, ob sie ihr Einvernehmen zu einer Bauvoranfrage erteilt. Eine „korrekte Vorgehensweise“, so Möller. Dann wandert die Angelegenheit zum Kreis Plön. Die dortige Bauaufsicht beantwortet Fragen des Investors. Erst wenn die Planungen an die Antworten angepasst sind, kann ein Bauantrag beim Kreis eingereicht werden. Stand der Dinge: Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung einigten sich die Ausschussmitglieder (bei zwei Gegenstimmen), der Bauvoranfrage (nicht dem Bau!) das Einvernehmen zu erteilen. Das wird die Ratsversammlung im Februar noch absegnen müssen.

Die Anwohner waren enttäuscht und empört. Aber sie hatten in der Diskussion noch ein Ass im Ärmel. „Was passiert mit den Fledermäusen in den alten Gebäuden, die abgerissen werden sollen?“ Fehlberg überraschte den Ausschuss mit dieser Frage. Umweltbeauftragter Achim Kuhnt erklärte, dass ein Gutachten angefertigt werden müsse. Und Bürgermeister Lars Winter beruhigte daraufhin: „Der Kreis wird alle Gutachten, die erforderlich sind, vom Bauherrn einfordern.“

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