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Plön DLRG-Fahne am Prinzenbad ist gehisst
Lokales Plön DLRG-Fahne am Prinzenbad ist gehisst
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19:00 25.07.2018
Von Anja Rüstmann
Martina Bläse und Heiko Riemann von der DLRG konnten es in den ersten beiden Ferienwochen nicht verantworten, die Rettungsschwimmer ins Inselhaus zu lassen. Doch nachdem der Schimmel an Wänden und Decke beseitigt wurde, ist die Wachstation geöffnet. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Hintergrund ist ein fehlender Vertrag zwischen dem Haus Hohenzollern als Eigentümer der Insel und der Stadt Plön. Am Montag hat die DLRG am Haus aber die Fahne gehisst. Die Wachstation ist von 9 bis 18 Uhr besetzt. Das Rettungsboot liegt am Steg. Die Rettungsschwimmer sind zur Stelle. Warum erst jetzt? Heiko Reimann, Vorsitzender der DLRG Plön, mochte es aus Gesundheitsgründen nicht verantworten, seine Mitglieder in das Haus zu lassen. Noch in der vergangenen Woche blühte der Schimmel in den Räumen. Es roch muffig. Schuld ist ein Wasserschaden aus dem Winter. Dach und Rinnen waren marode geworden.

Wer ist dafür zuständig? Die Insel gehört dem Haus Hohenzollern, in den 50er-Jahren wurde ein erster Pachtvertrag mit der Stadt unterschrieben. Schließlich baute Plön auf dem Grund des Prinzen das Inselhaus und durfte es nutzen. Viele Jahre lang wurde der Vertrag immer wieder, mit wechselnden Konditionen, verlängert. Bis 1987. Die Stadt nutzte das Gebäude dennoch weiter, trug die Unterhaltungskosten – allerdings ohne, dass es irgendwo schriftlich fixiert war.

Das sollte dieses Jahr geändert werden. Beide Parteien feilen am Vertragsentwurf, unterschrieben ist immer noch nichts. Und deshalb hat die Stadt Bauchschmerzen. Bürgermeister Lars Winter möchte die Investitionen natürlich abgesichert sehen. Sind sie aber noch nicht, trotzdem wurden für rund 11.000 Euro Dach, Rinnen und Belüftung saniert. Dem Schimmel ist jetzt für 3000 Euro ein Maler zu Leibe gerückt, die DLRG hat ihn dabei unterstützt. „Seit Montag ist deshalb die Wachstation besetzt“, freut sich Heiko Reimann und bedankt sich bei der Stadt.

Den Besuchern fehlt der Imbiss

Die Prinzeninsel-Besucher sind immer noch nicht zufrieden. Ihnen fehlt der Imbiss, er ist dieses Jahr von den Hohenzollern nicht verpachtet worden. Dafür stapelt sich das Frittierfett der vergangenen Saison im Müll. Nachdem die Stadt jetzt eine Ordnungsverfügung verschickt hatte, einigte man sich, gemeinsam aufzuräumen. „Der städtische Bauhof wird mit tätig“, sagt Volker Ohms, Fachbereichsleiter bei der Stadt.

Was den Vertrag zwischen Stadt und Haus Hohenzollern angeht, wollen beide Seiten möglichst bald eine Grundlage für den weiteren Betrieb der Badestelle abschließen, berichtet Daniel Hug von der „Generalverwaltung des vormals regierenden preußischen Königshauses“ in Berlin. „Auch wenn in diesem Jahrhundertsommer zunächst noch eine Übergangslösung gilt, sind wir zuversichtlich.“ Die Gespräche werden wieder aufgenommen. „Wir müssen uns arrangieren“, sagt auch Bürgermeister Winter, „und weiter verhandeln.“

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