Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Bootsverleih liegen viele Steine im Weg
Lokales Plön Bootsverleih liegen viele Steine im Weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 15.03.2019
Von Anja Rüstmann
Das Gebäude von Tante Theas Bootsverleih am Plöner Strandweg, in dem auch öffentliche Toiletten eingerichtet sind, ist kaum mehr als ein baufälliger Schuppen. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Dabei hatte es sich die Stadt, die das Gelände vom Land langfristig gepachtet hat, so schön vorgestellt. Sie suchte mit einer Ausschreibung nach einem Interessenten, dem sie den Bootsverleih unterverpachten kann. Elf meldeten sich. Zum Zuge kommt bestenfalls ein mobiler Boots-/Surf-/Kanuverleih.

Fakt ist: Gebäude und Steg sind hinüber, müssten abgerissen, neu gebaut werden. Wer aber nimmt dafür Geld in die Hand? Weder für die Stadt noch einen potenziellen Unterpächter gibt es eine Investitionssicherheit. „Am einfachsten wäre, die Stadt würde die Fläche dem Land abkaufen“, sagte Bürgermeister Lars Winter in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung (SteP). Das wird zurzeit geklärt. Die Stadt könnte dann nämlich mit einem der Interessenten einen Erbbaupachtvertrag abschließen, dieses Problem wäre gelöst.

Genehmigung für fünf Jahre

Im Moment darf dort am Strandweg aber gar nichts gebaut oder umgebaut werden. Den Bootsverleih gibt es wohl seit 1949. 1975 fiel der offensichtliche Schwarzbau den Behörden auf, das Bauamt des Kreises legte eine Bauakte an – mit einer Genehmigung des Vorhandenen, befristet auf fünf Jahre. Nach fünf Jahren wurde sie für weitere fünf Jahre verlängert, wieder und wieder. Das ging so weiter bis vor sieben Jahren.

Nun pocht der Kreis auf den Bebauungsplan Nr. 18. Die Stadt hat irgendwann in grauer Vorzeit den Plan als nicht anwendbar abgeheftet. Er verstaubte deshalb und war der aktuellen Verwaltung überhaupt nicht bekannt. Der B-Plan weist die Fläche als Wald aus. Dort dürfe nichts Neues gebaut werden. Nun stellt sich der Stadt die Frage: Wie kommen wir zu Baurecht? Da gibt es zwei Möglichkeiten. Sobald geklärt ist, ob der B-Plan gültig oder eben nicht ist, könnte im ersten Fall die Stadt die erste Änderung des Bebauungsplanes anschieben und mit einem Baufenster versehen. Ist er nicht gültig, müsste ein neuer B-Plan aufgestellt werden – und die Stadt ihn gestalten. 

Alternativer Standort gesucht

Da das viel Zeit kostet, sucht die Stadt parallel einen alternativen Standort in Innenstadtnähe für einen mobilen Bootsverleih, um dieses Jahr doch noch herausrudern zu können. Im Ausschuss kamen Vorschläge: Bootshafen, Seglerverein, Fischerei Reese. „Wir sind an allem dran“, sagte Winter

Nur eins ist sicher: Die öffentlichen Toiletten bei Tante Thea werden auch in dieser Saison nutzbar sein. „Eigentlich wollten wir dort eine barrierefreie Unisex-Toilette bauen“, so Winter. Das geht natürlich jetzt nicht. Noch nicht.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neue Zeiten beim TSV Klausdorf: Die Mitglieder haben die Abschaffung der Jahresversammlung entschieden. Künftig sollen Delegiertenversammlungen eine modernere Vereinsstruktur fördern. Im Interview erzählt der Vorsitzender Dietmar Luckau von Erwartungen, Ideen und Schwierigkeiten des Breitensports.

Alev Doğan 14.03.2019

Eigentlich wollen alle politischen Kräfte in Laboe dasselbe: Eine kurzfristige Lösung für die Offene Ganztagsschule und eine Nutzung für das seit zwei Jahren leer stehende ehemalige Polizeigebäude. Doch über den Weg diskutierten die Ortspolitiker erneut kontrovers.

Astrid Schmidt 14.03.2019

Die Polizei ist Baumfrevlern auf der Spur, die im Hohwachter Kurpark fünf große Eschen angesägt haben. Nach Angaben der Beamten sägten die Täter rund um den Stamm eine einen Zentimeter tiefe Kerbe und zertrennten damit die Rinde.

Hans-Jürgen Schekahn 14.03.2019