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Plön Auch bei Fahrrädern gibt's den Ölwechsel
Lokales Plön Auch bei Fahrrädern gibt's den Ölwechsel
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07:01 07.04.2018
Von Anja Rüstmann
Zweiradmechaniker Andreas Lieder leitet die Werkstatt bei Fahrrad Wittich in Plön und bereitet hier gerade ein neues Rad für den Käufer vor. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

 Mindestens zwei Stunden brauchen Lieder, Claudia Röder oder der Praktikant pro Fahrrad. Die Werkstatt in Plön ist aufgeräumt und strahlt in hellem Weiß, Werkzeug hängt in Reih’ und Glied an den Wänden, die Fahrräder schaukeln an Seilen gut gesichert von der Decke herab. „Wir brauchen hier viel Licht“, sagt Andreas Lieder. Die Zeiten, dass Fahrräder zu Hause im Garten unterm Apfelbaum geputzt wurden, bestenfalls am Bowdenzug der Bremse etwas gespielt, die Kette geschmiert und der Dynamo am Reifen neu justiert wurde, sind vorbei. Fahrräder werden vor der Saison zur Wartung in die Werkstatt gebracht. Zum Profi. Der Terminkalender ist voll.

Und die Aufgabenliste für Lieder und seine Kollegen lang. „Das Fahrrad muss verkehrssicher sein“, erklärt der 38-Jährige. Bremsen, Antrieb, Licht und sämtliche Verschleißteile werden überprüft. Klingt nicht kompliziert?

Doch, ist es. Denn es geht ja nicht nur darum, Bremsbeläge zu erneuern. „Früher gab es Felgenbremsen, jetzt sind es Scheibenbremsen mit Öldruck.“ Vor den Schaltungen hat die Entwicklung nicht Halt gemacht. Schmalere Ketten, mehr Ritzel – und bei einigen Naben muss sogar ein Ölwechsel gemacht werden, „damit es nicht verharzt“. Speichen werden gespannt, der Sattel kontrolliert. Funktioniert das LED-Licht inklusive Standlicht? „Mit einem Platten kommen kaum noch Kunden“, sagt Lieder. Längst gibt es pannensichere Decken.

Bei den E-Bikes wird es natürlich noch komplizierter, mit dem Computer werden die Akkus ausgelesen, bei den Motoren Updates aufgespielt. Vor 20 Jahren hat Lieder die Ausbildung angefangen. Die Arbeit hat sich verändert. „Dieses Jahr kommt ABS fürs Vorderrad auf dem Markt“, erzählt er. Kein Wunder, dass seine Kollegen und er in der ruhigeren Winterzeit regelmäßig Fortbildungen besuchen.

Rund 400 Fahrräder hat Kay Wittich vorrätig, der das Geschäft Anfang der 90er-Jahre übernahm – in dritter Generation.  Die E-Bikes sind auf dem Vormarsch, wenn auch noch nicht auf der Überholspur. Ein Viertel aller verkauften Räder sind bei ihm schon die bequemen, Motor unterstützten Fahrräder.

Hier sehen Sie weitere Fotos aus der Fahrradwerkstatt und dem -geschäft:
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