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201 Betten in bester Lage am See

Jugendherberge im Wandel 201 Betten in bester Lage am See

Die Zeiten, in denen ein Jugendherbergs-Besuch untrennbar mit Kartoffelschälen verbunden war, sind längst vorbei. Schon aus hygienischen Gründen. Die Betten werden aber immer noch selber bezogen. Der Rest ist moderner geworden. WLAN gibt es, Ausflugspakete, Zimmer mit Dusche, vegetarisches Essen.

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201 Betten hat die Jugendherberge Plön am Fuße des Koppelsberges.

Quelle: Anja Rüstmann

Plön. Auch Gesa Kunst-Görg und Valentin Görg treten nicht als antiquierte „Herbergseltern“ auf. Sie managen eine Art Hotel in bester Lage von Plön, organisieren Freizeitprogramme und verkaufen sogar Souvenirs. „Herbergseltern klingt so, als ob wir die Gäste abends zu Bett bringen und auch noch zudecken“, schmunzelt Gesa Kunst-Görg. Sie und ihr Ehemann haben viel zu tun. Aber das ist es nun wirklich nicht. Als Leiter der Jugendherberge Plön ist ihre Arbeit immer mehr zum Bürojob geworden. Dass sie es richtig machen, belegen die Übernachtungszahlen. „2017 war ein gutes Jahr“, sagt dann auch Valentin Görg. 25510 Übernachtungen, 8234 Gäste – durchschnittliche Aufenthaltsdauer etwas über drei Tage. Und das in 201 Betten.

Gesa Kunst-Görg und Valentin Görg sind studierte Ökotrophologen

Für die beiden bricht die 22. Saison in Plön an, seit Oktober 1996 führen sie die Jugendherberge am Fuße des Koppelsberges, die 1968 eröffnet wurde. Etwa 20 Mitarbeiter beschäftigen sie, viele davon als Teilzeitkräfte. Die Görgs sind studierte Ökotrophologen – Haushalts- und Ernährungswissenschaftler. Und das ist gut so. Das Angebot in der Jugendherberge hat sich nämlich eklatant verändert und ist umfangreicher geworden. Abends gibt es ein kaltes und warmes Angebot, Salat, Nachtisch. Ob laktose-, glutenfrei oder vegetarisch – auf Wünsche oder Allergien wird eingegangen.

Und wer ist der typische Gast in der Plöner Jugendherberge? Viele Musikgruppen von Chören bis zu Trommelgruppen mieten sich hier ein, Jugend-Feuerwehren sind auch gerne hier ebenso wie Rad-Touristen. Die Hälfte der Gäste sind aber Schulklassen. Diese Woche waren unter anderem zwei siebte Klassen einer Gesamtschule in Burgdorf bei Hannover zu Gast.

Wer hier seine Ferien verbringt, mag das Unkomplizierte

Diverse Ausflüge, Kicker-Turnier und Geo-Caching standen auf dem Programm. Fahrräder hätten sie noch leihen können. Oder mit dem Kanu auf den See hinausfahren. Die Segelschule ist gleich nebenan. Es gibt auf dem Grundstück auch ein Volleyballfeld, Tischtennisplatten sind da, im Haus ein Billardraum oder ein TV-Zimmer. Urlaub in der Jugendherberge kann gar nicht langweilig werden. Das entdecken auch immer wieder Familien. Wer hier seine Ferien verbringt, mag das Unkomplizierte. „Und die Tatsache, dass man in einer Jugendherberge schnell Kontakt findet“, sagt Valentin Görg.

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Hier sehen Sie weitere Bilder aus der Jugendherberge:

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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