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Plön Kreisverwaltung wächst und wächst
Lokales Plön Kreisverwaltung wächst und wächst
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07:00 04.11.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter der Kreisverwaltung um 50 Prozent angewachsen. Quelle: Dirk Schneider
Kreis Plön

Allein rund 25 neue Stellen sollen 2019 in der Kreisverwaltung dazu kommen, wenn es nach den Planungen der Verwaltung in der Kreisstadt Plön geht. Die sieht die Schuld aber nicht bei sich. „Die Verwaltungen erhalten von EU, dem Bund und dem Land immer neue Aufgaben übertragen“, heißt es in einer Stellungnahme des Kreises.

<iframe src="https://e.infogram.com/746acf02-8711-45f6-98f9-9ff8e302e4c8?src=embed" title="Entwicklung der Stellenzahl in der Kreisverwaltung Plön" width="100%" height="787" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none;" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe>

Digitalisierung und Bundesteilhabegesetz  treibende Kraft

18 neue Stellen entfallen allein auf grundlegende Veränderungen beim Bundesteilhabegesetz (regelt die Hilfen für Menschen mit Behinderungen) und den Umbau von der Papier- zur digitalen Verwaltung. Beispiel: Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet die Verwaltungen, in den nächsten fünf Jahren alle denkbaren Dienstleistungen den Bürgern zusätzlich auch digital anzubieten.

Dafür benötigt man im Kreishaus neue Verfahren, Systeme, Analysen und die Einführung elektronischer Akten. Und um das zu erledigen und die Daten zu pflegen, braucht es mehr Personal.

Kreis: Wir haben die Gesetze nicht gemacht

Nicht nur neue Gesetze von EU, Bund und dem Land zwingen zu Neueinstellungen. Es geht auch eine Stufe niedriger. „Das Land geht verstärkt dazu über, die Ausführungen von Aufgaben stark durch Erlasse zu reglementieren, was zusätzliche Aufgaben für die Kreise auslöst. Die Kreisverwaltung ist als Exekutive gehalten, die Gesetze auszuführen. Sie selbst hat diese Gesetze nicht gemacht“, heißt es dazu aus dem Plöner Kreishaus.

Kreisverwaltung benötigt neue Büros

Mehr Personal benötigt – man ahnt es schon – natürlich auch mehr Büroflächen. Bereits jetzt hat die Kreisverwaltung in der Stadt Plön Objekte angemietet, um überhaupt ihre Mitarbeiter unterzubringen. Schätzungsweise 2500 Quadratmeter sind in Zukunft zusätzlich notwendig. Drei Modelle liegen dafür auf dem Tisch.

Ein Anbau an die jetzige Kreisverwaltung käme mit 2,7 Millionen Euro relativ günstig, würde die Raumnot aber nicht vollends beseitigen. Ein Neubau auf dem Gelände der früheren Kreisfeuerwehrzentrale kostet 6,3 Millionen Euro und würde die Verwaltung in einer Stadt auf zwei Standorte spalten. Im Gespräch ist allerdings auch ein Büro-Neubau durch einen Privatinvestor einen Steinwurf vom Kreishaus entfernt.

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