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Plön Plön kämpft für das Naturparkhaus
Lokales Plön Plön kämpft für das Naturparkhaus
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07:00 28.09.2018
Von Anja Rüstmann
Im Uhrenhaus an der Reitbahn im Plöner Schlossgebiet unterhält der Naturparkverein seit 1998 ein Info-Haus. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Hintergrund ist (wie berichtet) ein Rechtsstreit zwischen Naturparkverein und der Marius-Böger-Stiftung als Eigentümerin des Uhrenhauses im Plöner Schlossgebiet. Es geht um 10.083,77 Euro für eine Instandhaltungsmaßnahme, für die die Böger-Stiftung eine Kostenübernahme vom Naturparkverein fordert. Die Rechnung für den Schädlingsbekämpfer, der die Holzwürmer vertrieb, will der Verein aber nicht zahlen. Der Rechtsstreit begann.

Im Uhrenhaus muss der Verein zurzeit keine Miete zahlen – allerdings Instandhaltungskosten. Für die Nutzung der Räumlichkeiten in der Opernscheune in Eutin wäre zukünftig eine Miete fällig. „Konservativ geschätzt übersteigt die binnen zwei Jahren den Streitgegenstand“, formulierte es André Jagusch, Fraktionsvorsitzender der Plöner CDU. Und er hat weitergerechnet: Mit dem Umzug wären „neben den reinen Umzugskosten von rund 12.000 Euro und den Kosten für die Neugestaltung der Ausstellung außerdem 72.000 Euro für den vertraglich vereinbarten Rückbau des Uhrenhauses“ fällig.

Bürgermeister Lars Winter berichtete von der Ankündigung der Landtagsabgeordneten Marlies Fritzen (Grüne), im nächsten Jahr 500.000 Euro als Investitionszuschuss für den Naturparkverein zur Verfügung zu stellen. Das Geld fließe, wenn der Verein nach Eutin zieht. „So viel Steuergelder, um etwas zu schaffen, was wir hier doch schon haben“, so Winter. Fritzen erläuterte gestern, dass das Geld tatsächlich nicht fürs Uhrenhaus bestimmt ist: „Wir können doch keine Landesmittel in die Liegenschaften von Dritten stecken.“ Die Impulsmittel seien für die Weiterentwicklung des Naturparks und die Einrichtung eines zukunftsorientierten Naturpark-Hauses mit moderner Ausstellung gedacht, erklärte auch Thea Daubitz, Geschäftsführerin des Naturparkvereins. „Diese Chance darf zum Wohle des Naturparks nicht verspielt werden“, sagte sie.

Am 26. November entscheiden die Mitgliedskommunen des Naturparkvereins (aus den Kreisen Plön, Ostholstein und Segeberg) endgültig, ob umgezogen wird oder nicht.

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