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Plön Am Kieler Kamp wird's eng
Lokales Plön Am Kieler Kamp wird's eng
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09:36 28.06.2018
Von Anja Rüstmann
Blick über den Edebergsee auf die Grundstücke am Kieler Kamp: Wo einst kleine, reetgedeckte Katen auf großen Grundstücken standen, stehen jetzt viele große, villenförmige Häuser. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Vor 1939 war der Kieler Kamp zwischen dem Edebergsee und den beiden Madebrökenseen im Südosten von Plön ein Wochenendhausgebiet für Kieler Bürger, nach dem Krieg wurde es eine Siedlung mit Behelfsheimen für ausgebombte Kieler. Inzwischen reihen sich in der Sackgasse schmucke Häuser und Villen an den Seeufern.

Von den ehemals kleinen, reetgedeckten Katen auf großen Grundstücken stehen nur noch wenige. Wegen eines Formfehlers im alten Bebauungsplan von 1964 darf seit 1999 erheblich mehr gebaut werden. Das Gebiet gilt zurzeit als „unbeplanter Innenbereich“ – und als attraktive Wohnlage. In den vergangenen zehn Jahren entstanden mehr und mehr Häuser. Jetzt habe es ein Ausmaß erreicht, das zu städtebaulichen Spannungen führt. Die Stadt sorgt sich um den Natur- und Uferschutz und blickt kritisch auf den zunehmenden Verkehr und die Infrastruktur.

Bürgermeister Lars Winter fürchtet, dass „noch größerer Wildwuchs“ entstehen könne. Der Gestaltungswille der Stadt sei jetzt gefragt, und es sei auch eine Gestaltungsverpflichtung. „Wir müssen schnell handeln. Noch gibt es große Grundstücke mit kleinen Häusern. Wenn wir uns nicht kümmern, kümmert sich der Markt“, sagte er in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung (SteP).

Es geht darum, den Charakter des Straßenzuges zu erhalten. Und die städtebauliche Entwicklung zu sichern. Zielsetzungen sollen verbindlich festgeschrieben werden. „Wenn wir es transparent und im Einklang mit den Bürgern machen wollen“, müsse der Bebauungsplan her. Nur dann können die Plöner mitsprechen, sagte Bernd Möller (SPD).

Die Ausschussmitglieder diskutierten über den Aufstellungsbeschluss, und dabei herrschte einstimmige Einigkeit. Um auch die Anwohner des Kieler Kamps davon zu überzeugen, wird es laut Stadtplaner Wolfgang Homeyer für sie eine Informations-Veranstaltung geben, wo ihnen das weitere Vorgehen erläutert wird.

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