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Plön Herzkranke treiben gemeinsam Sport
Lokales Plön Herzkranke treiben gemeinsam Sport
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19:31 22.04.2018
Von Anja Rüstmann
Günther Velten (links) hilft Irmgard Heidemann, Nadine Sehrt (rechts) unterstützt Antje Schlösser beim Gang über die dicke Matte. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Diese Woche wird intern der Geburtstag gefeiert. Und zu feiern haben alle etwas: Sie haben Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herz-Operationen hinter sich, haben überlebt. Oder sie leiden an Bluthochdruck oder Herz-Rhythmus-Störungen. Bei der Herz-Hilfe werden sie fit gemacht.

Die Atmosphäre an diesem Dienstagabend in der Turnhalle der Rodomstorschule ist locker, vor dem Aufwärmtraining wird erst einmal geklönt. Körbe mit Süßigkeiten gehen herum, spendiert von denjenigen, die Geburtstag hatten. Dann wird der Puls gemessen. Physiotherapeutin Nadine Sehrt (36) verteilt Beachball-Schläger, die rund 20 Teilnehmer legen los. Ebenso wie Günther Velten (56) hat sie die Ausbildung zum Übungsleiter für Innere Medizin gemacht. Ein Arztkoffer und ein Defibrilator stehen vorsichtshalber bereit. Und bei jedem Training ist auch ein Arzt dabei, um völlig sicherzugehen. Ralf Sehrt, Ulrich Hein, Kay Hinrichsen und Kai Hochmann teilen sich diese Aufgabe.

Den Vereinsvorsitz hat Günther Velten vor zwei Jahren von Peter Sörensen übernommen. „Ich war Eishockey-Trainer, bis ich 2009 eine neue Herzklappe bekam“, erzählt er. Das brachte den Bösdorfer zur Herz-Hilfe, Sörensen überredete ihn schließlich, das Training zu leiten. Der Verein hat mittlerweile rund 100 Mitglieder – 60 von ihnen sind aktiv. In der Turnhalle geht es mit einer Art Zirkeltraining weiter.

Nur drei Herren turnen dieses Mal mit, Fritz Evers (76), Nexhmedin Pezi (57) und Rudolf Mühl (88) können sich aber im Kreis der vielen Frauen behaupten – und fühlen sich wohl. Darum geht es bei der Herz-Hilfe: Alle sollen ihren Spaß haben, der soziale Aspekt spielt eine große Rolle. 

„Mir gefällt das hier super“, sagt Edda Obbelode (67). „Man merkt, dass das uns gut tut. Aber aus der Puste komme ich hier nicht.“ 2010 ist ihr ein Defi implantiert worden. Berna Peters (74) hat eine neue Herzklappe und Bypass, seit zwei Jahren gehört sie zum Verein. „So kommt man aus dem Alltagstrott heraus, mir macht das viel Spaß.“

Puls- und Blutdruckmessung nach dem Sport sind ein Muss. „Wir notieren alles akribisch“, sagt Velten. „Sport ist wichtig“, sagt er. Aber in Maßen. So darf niemand mitmachen, der keinen Arztbericht vorlegen kann und ein Belastungs-EKG gemacht hat.

Wer weitere Informationen möchte oder an einer Mitgliedschaft interessiert ist, kann Günther Velten unter Tel. 0172-5939931 erreichen.

Hier sehen Sie weitere Bilder vom Verein Herz-Hilfe:
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