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Plön Die Neustadt soll historisch bleiben
Lokales Plön Die Neustadt soll historisch bleiben
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07:01 02.03.2018
Von Anja Rüstmann
1685 gründete Herzog Hans Adolf die Neustadt von Plön. Um das historische Stadtbild der Johannisstraße zu erhalten, soll für das Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Einstimmig beschloss die 19-köpfige Ratsversammlung am Mittwochabend, die Entwürfe 30 Tage lang öffentlich auszulegen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, auch nicht der für eine Informationsveranstaltung, in der den Anwohnern alles erklärt wird. Im Rathaus wird das alles organisiert. Der Bereich des Bebauungsplanes (mit integrierter Erhaltungssatzung) umfasst die Johannisstraße, Teile der Hans-Adolf-Straße und die nördliche Seite des Straßenzuges Hamburger Straße/B430 vom Stadtgraben bis zum Gebäude Hamburger Straße 1.

Die Pläne legen maximale Gebäudehöhen fest und eine Baugrenze beschreibt, in welchem Bereich an die Häuser angebaut werden darf. Es geht aber auch um die Rosenstöcke an den Hausfassaden, die Farbe des Mauerwerks (rot oder braun) und den Hausanstrich (weiß, gelb, grau oder rötlich). Dächer dürfen rot, braun oder grau gedeckt werden, allerdings nicht glänzend. Schiefer kann ausnahmsweise verwendet werden, wenn das für den historischen Bestand nachweisbar ist. Im Plan sind Fensterformen, Dachgauben, Balkone und Werbeanlagen genau beschrieben.

Im Bereich des Bebauungsplanes stehen mehrere Kulturdenkmale und sogenannte erhaltenswerte Gebäude. Viele alte Häuser sind im Laufe der Zeit  ausgebaut worden. Trotzdem bilden viele Fassaden heute noch ein stimmiges Erscheinungsbild. Und die Rosenstöcke stehen immer noch vor sehr vielen Häusern und prägen die Johannisstraße. Nun soll das gesamte Gebiet Erhaltunsgbereich werden.

Wem der Platz im vorhandenen Haus zu klein wird, darf trotzdem weiterhin anbauen – der Bebauungsplan erlaubt es in einem schmalen Streifen direkt hinter dem Haus. Die Hinter- oder Innenhöfe können durch die neuen Baugrenzen aufgewertet werden. Dadurch, dass sie zukünftig freigehalten werden sollen, entsteht vielleicht Platz für eine gemeinschaftliche Nutzung. Der historischen Neustadt droht keine Konservierung, eher eine behutsame Weiterentwicklung. Damit sie Aushängeschild für Plön bleibt, auch wenn sie nicht mehr das Tor von Plön ist.

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