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Plön Einsatz von Elektrofähren wird geprüft
Lokales Plön Einsatz von Elektrofähren wird geprüft
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18:00 06.07.2018
Von Anja Rüstmann
Die „Seerose“ in voller, geräuschloser Fahrt während der Landesgartenschau in Eutin vor zwei Jahren. Ob sie auf dem Großen Plöner See eingesetzt werden können, soll eine Machbarkeitsstudie ermitteln. Quelle: LGS
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Plön

Die Wogen schlugen in dieser Woche hoch, denn der Hauptausschuss hatte zu entscheiden, ob durch Aufhebung eines Sperrvermerks die finanziellen Mittel für eine Grundlagenermittlung bereitzustellen sind, drei Tage später stand im Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus (GUT) die Frage auf der Tagesordnung, ob die Studie in Auftrag gegeben wird.

Wohlgemerkt erst einmal die Machbarkeitsstudie. Das ist noch kein grünes Licht für die Fähren. Denn schließlich kann sich herausstellen, dass sie gar nicht zu Plön passen. Das soll jetzt herausgefunden werden, beschlossen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke während der GUT-Sitzung. Kirsten Hinrichsen (FWG) enthielt sich. Der Hauptausschuss hatte das Geld dafür einstimmig freigegeben.

So eine Machbarkeitsstudie kostet 16.000 Euro, Plön aber nur 5300 Euro. 80 Prozent der Nettokosten übernimmt die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz. Im Herbst sollen die Ergebnisse vorliegen, im Winter könnten die Fähren gekauft werden, im Sommer 2019 auf Tour gehen – übrigens mit maximal sieben Stundenkilometer.

Die Landesgartenschau-Fähren sollen für 80.000 Euro verkauft werden, Plön könnte aber auch andere nehmen, vielleicht auch nur eine. Die Studie hat auch zu klären, wie die rechtliche Situation aussieht, wie die technischen Anforderungen sind, was an laufenden Kosten erwartet wird.

Was ist denn überhaupt schon klar? Dass das Jugendaufbauwerk (JAW) mit im Boot sitzt und damit das E-Fähren-Projekt zu einem Inklusions-Projekt macht. Dass jede Menge Touristen vom Campingplatz und der Jugendherberge sowie Gäste des Koppelsberges  bequem und fast geräusch- und emmissionsfrei in die Innenstadt gebracht werden könnten. Dass die Betreiber der Große-Plöner-See-Rundfahrt die Fähren nicht als Konkurrenz, sondern Ergänzung sehen. Dass zumindest zwei neue Stege gebaut werden müssten, an der Jugendherberge und am Koppelsberg. Dass – laut Bürgermeister Lars Winter – die Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde keine Probleme sehen. Und dass Plön in Sachen E-Mobilität ganz schön weit vorne wäre.

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