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Plön Vorbildlicher Einsatz nach dem Angriff
Lokales Plön Vorbildlicher Einsatz nach dem Angriff
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15:01 13.04.2018
Von Silke Rönnau
Der stellvertretende Leiter der Polizeistation Preetz, Ralph Herzfeld (Zweiter von rechts), begrüßte am Freitag Innenstaatssekretär Torsten Geerdts sowie Thomas Bauchrowitz (links) und Frank Matthiesen von der Polizeidirektion Kiel. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

Zusammen mit Thomas Bauchrowitz, Leiter der Polizeidirektion Kiel, und dessen Stellvertreter Frank Matthiesen sowie dem Plöner Revierleiter Michael Martins informierte sich Geerdts über die getroffenen Maßnahmen und ließ sich einen scharfkantigen Wurfgegenstand zeigen. "Ich bin froh, dass die Beamten unversehrt geblieben sind", betonte Bauchrowitz. "Wir hoffen jetzt auf eine spürbare Reaktion auf die Taten als deutliches Signal an alle, die noch auf der Kippe stehen."

"Das war purer Hass"

"Das war purer Hass", kommentierte Geerdts die Steinewürfe auf die Fenster der Polizeistation. Er sei froh, dass die Täter festgenommen werden konnten. "Das ist ein großer Erfolg unserer Polizei." Natürlich seien die Beamten nach dem Vorfall betroffen. "Wir reden über Menschen, die ein normales Familienleben führen, die Partner, Kinder und Angehörige haben." Er wünsche sich, ohne der Justiz vorgreifen zu wollen, eine "spürbare Bestrafung der Täter".

Optimaler Informationsfluss

Das Innenministerium war erst am Mittwochabend über den Vorfall informiert worden. Nein, Vorwürfe habe es nicht gegeben, betonte Geerdts. Der Einsatz sei sehr gut gelaufen, die Staatsanwaltschaft sofort kontaktiert worden. "Aus meiner Sicht wurden die Informationen optimal ausgetauscht."

Lob für Taktik und Tapferkeit

Matthiesen fand lobende Worte für die Reaktion der Preetzer Polizisten: "Sie haben das taktisch super gemacht." Sie hätten schnell Hilfe organisiert und die Streifenwagen aus benachbarten Dienststellen an strategischen Punkten stationiert. Stolz sei er auf die Tapferkeit der Kollegen: "Es gehört Mut dazu, in der Dunkelheit feigen Steinewerfern zu folgen und sie festzunehmen." Die Kollegen hätten im Gespräch sehr gefasst und professionell reagiert.

Der Staatsekretär lobte auch die Präventionsarbeit in Preetz, die im Zusammenspiel mit Polizei, Stadt, Kommunalpolitik, Streetworker und anderen Einrichtungen und Organisationen hervorragend laufe.

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