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Plön Auf der Suche nach Bauland
Lokales Plön Auf der Suche nach Bauland
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12:47 26.02.2016
Von Silke Rönnau
Wird die Lehmkuhlenkoppel südlich der Bebauung im Nachtkoppelweg in Preetz als neues Bauland ausgewiesen? Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Gabriele Guschewski-Bär, Leiterin der Stabsstelle Stadtplanung, erläuterte in der Sitzung des Bauplanungsausschusses weitere Details. So habe es Anfragen für eine Einrichtung mit therapeutischem Reiten gegeben. Außerdem wolle die Freie Schule Leben und Lernen dort einen Kindergarten errichten. Auch der Naturkindergarten „Die Wühlmäuse“ signalisierte Interesse an dem Bau eines Gebäudes im Bereich der Postseefeldmark, weil man bei Sturmwarnung mit den Kindern nicht draußen sein dürfe. Bisher nutzten sie eine Surferhütte am Postsee als Unterkunft. Die insgesamt vier Hektar große Fläche gehöre der Kirchengemeinde, die knapp drei Hektar verkaufen und den Rest verpachten wolle.

 Bisher sei das Areal im Flächennutzungsplan als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Kleingärten ausgewiesen, erklärte Bauausschussvorsitzender Rüdiger Koch (CDU-/FWG-Fraktion). Die Stadt habe einst beabsichtigt, dort Ersatz für die hinter der Kreisberufsschule weggefallenen Parzellen zu schaffen, doch diese Planung sei mittlerweile aufgegeben worden. Koch berichtete weiter, dass die therapeutische Einrichtung allein rund die Hälfte der Fläche benötige. „Man sollte diese Anlage an anderer Stelle errichten“, erklärte er. „Die ist hier etwas fehl am Platz.“ Er sprach sich für eine Festlegung auf Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser aus. Wohnblocks passten nicht in die Randlage von Preetz. Außerdem schlug er einen Knickwall am Postfelder Weg vor. „Es geht ja grundsätzlich um die Frage, ob wir die Siedlungsgrenze weiter in Richtung Postseefeldmark hinausschieben“, meinte Jörg Fröhlich (BGP). „Und wer zahlt die Planung?“ Koch verwies darauf, dass Bürgermeister Björn Demmin ein Interessenbekundungsverfahren plane, um den Bedarf an Bauland zu ermitteln. „Ich bin sicher, dass sich das bei der derzeitigen Nachfrage schnell vermarkten lässt.“

 Auch Mario Drews (SPD) erklärte, dass er es begrüße, wenn neuer Wohnraum geschaffen werde. Es könnten 25 bis 35 Häuser entstehen. Die Verkehrsbelastung sei damit für die Anwohner im Nachtkoppelweg nicht zu hoch. „Wir brauchen mittelfristig Bauland, die Luft wird dünn“, sagte auch Holger Slomka (FDP).

 In den Fraktionen soll nun weiter beraten werden, ob ein Bebauungsplan aufgestellt wird und wie die mögliche Gestaltung aussehen könnte.

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