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Plön Massive Kritik an Parkgebühren
Lokales Plön Massive Kritik an Parkgebühren
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18:00 16.11.2018
Von Silke Rönnau
Dieter Jensen und Renate Weltrowski von der IG Kirchenstraße kämpfen gegen die Einführung von Parkgebühren. Über 500 Unterschriften gegen den CDU-Antrag haben sie innerhalb eines Tages schon gesammelt. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Der Ausschuss hatte, wie berichtet, auf Antrag der CDU und mit den Stimmen der Grünen und der BGP die Parkgebühren beschlossen. Vorgesehen sind 50 Cent pro halbe Stunde auf fünf Parkplätzen in der Innenstadt. Die CDU warb mit dem Argument des Klimawandels und will mehr Menschen zum Umsteigen auf Rad oder Bus bewegen. Aus Klimaschutzgründen soll auch auf die „Brötchentaste“ für Kurzparker verzichtet werden.

Schon in der Einwohnerfragestunde hatte es massive Kritik an den Plänen gegeben. Buchhändler Axel Peters-Leber meinte, dass viele Kunden aus dem Umland abgeschreckt würden. Inga Feldmann, Leiterin der Volkshochschule, kritisierte, dass die Gebührenregelung auch am Wochenende von 8 bis 18 Uhr gelten soll. „Das ist doch ärgerlich, wenn die Kursteilnehmer für den ganzen Tag zahlen müssen.“

Schon 500 Unterschriften gesammelt

Dieter Jensen beherbergt in seinem Raumausstattungs-Geschäft auch den Post-Shop. Jeder Kunde, der ein Paket abgeben wolle, müsste erst einmal 50 Cent bezahlen. Auch in sozialen Netzwerken wurde über die fehlende „Brötchentaste“ geschimpft: Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen und dort wieder abholen, müssten so zusätzlich jeden Tag einen Euro zahlen. Jensen hat am Tag nach der Sitzung Unterschriftenlisten verteilt. Die Resonanz mit bereits mehr als 500 Namen sei schon beeindruckend, meint er. Er befürchte eine Abwanderung der Kunden.

"Wir verprellen die Kunden"

Renate Weltrowski, Inhaberin der „Villa Kinderland“, kritisiert vor allem das von der CDU gebrochene Wahlversprechen. Da nehme die Politikverdrossenheit doch zu. Und das Argument, in Preetz gebe es vorwiegend „Erledigungsverkehr“, stimme auch nicht. „Viele Kunden von außerhalb erledigen hier nicht nur ihren Einkauf, sondern gehen auch noch am See spazieren und trinken anschließend eine Tasse Kaffee. Die verprellen wir doch.“

Björn Demmin hätte sich Kontakt im Vorwege gewünscht

Björn Demmin betonte als Bürgermeister, dass die Argumente pro und contra schon vor Jahren ausgetauscht und Parkgebühren damals abgelehnt worden seien. Er könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennen, dass eine andere Bewertung herauskommen werde. Als Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins Schusterstadt Preetz hätte er sich gewünscht, dass die Antragsteller im Vorwege den Kontakt zu Geschäften, Praxen und Bürgern gesucht hätten, um sich die Sorgen und Bedenken anzuhören.

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