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Plön Zwei Städte - ein Klärwerk?
Lokales Plön Zwei Städte - ein Klärwerk?
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07:00 21.06.2018
Von Dirk Schneider
Das Gelände, auf dem das in die Jahre gekommene Plöner Klärwerk steht, bietet ausreichend Reserveflächen für einen modernen Neubau. Quelle: Dirk Schneider
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Plön/Preetz

Eine rund 68000 Euro teure Machbarkeitsstudie, die von der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz mit knapp 46000 Euro gefördert wird, soll nun klären, ob die Idee „technisch machbar und wirtschaftlich darstellbar“ ist.

Hintergrund des interkommunalen Projekts seien die steigenden Anforderungen für die Aufbereitung und Reinigung des Schmutzwassers, erklärte Ingo Eitelbach, Geschäftsführer der Stadtwerke Plön (SWP),  den Mitgliedern der Aktivregion im Rahmen der Vorstandssitzung. Die beiden Anlagen in Plön und Preetz, die beide in den 1950er-Jahren entwickelt und im Laufe der Jahrzehnte immer wieder erweitert und modernisiert worden seien, ließen aufgrund der baulichen Gegebenheiten keine wesentlichen Optimierungen im Hinblick auf den heute bereits möglichen Stand der Technik mehr zu, stellte Eitelbach fest. So würde im laufenden Betrieb vergleichsweise viel Energie für die einzelnen Arbeitsschritte benötigt. Auch die Menge der eingesetzten Chemikalien lasse sich deutlich reduzieren. Zudem könne eine neue Großanlage so geplant werden, dass in dieser künftig auch Mikroplastik aus Kosmetika und Arzneimittelrückstände aus dem Wasser gefiltert werden könnten, sagt Eitelbach.

Als neuer alter Standort sei voraussichtlich Plön die erste Wahl, da hier ausreichend Platz und Erweiterungsflächen zur Verfügung stünden. „In Preetz stoßen wir aus räumlicher Sicht an unsere Grenzen“, erläuterte Schuylenburg, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands (ASV) Preetz-Stadt und -Land, auch mit Blick auf die schwierige Lage zwischen einem Moor und einem Höhenrücken. Selbst wenn der Ankauf eines Nachbarareals gelingen sollte – beide Flächen gehören dem Kloster Preetz – wäre dies ein schwieriger und damit teurer Baugrund, so Schuylenburg.

Rein technisch sei es kein großes Problem, die Preetzer Abwässer künftig in Richtung Plön-Tweelhörsten zu befördern, sind sich die beiden Geschäftsführer einig. Die neue Ausrichtung und damit verbunden Druckleitungen böten sogar weiteren Gemeinden die Möglichkeit, sich an das neue Netzwerk anzuschließen. Aktuell fließt das Abwasser der Gemeinden Bosau, Bösdorf, Rathjensdorf, Wittmoldt, Dörnick, Ascheberg, Dersau und Stocksee nach Plön, der Gemeinden Pohnsdorf und Schellhorn nach Preetz. Die „behandelte“ Menge ist in beiden Anlagen etwa gleich groß.

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