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Vom Fahrrad bis zum Organisten

Preetzer Blätter Vom Fahrrad bis zum Organisten

Gleich mit zwei Jubiläen befasst sich die letzte Ausgabe der „Preetzer Blätter“ in diesem Jahr: Vor 200 Jahren stellte der badische Forstbeamte Karl von Drais seine Laufmaschine als Vorläufer des Fahrrads vor, und vor 100 Jahren begann Martin Petonke als Organist am Adeligen Kloster zu Preetz.

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Auch Ende der 50er-/Anfang der 60er-Jahre waren Fahrräder bei der Preetzer Jugend, die sich hier in der Kirchenstraße trifft, beliebt. 

Quelle: Wolfgang Petonke hfr

Preetz. Wann genau das Fahrrad seinen Siegeszug auch in Preetz startete, ist nicht bekannt. Aber Stadtarchivar Peter Pauselius hat wieder die Preetzer Zeitung durchgeblättert und unter dem Motto „Vom Knochenrüttler zum Drahtesel“ einige interessante Geschichten gefunden. Zum Beispiel die, dass sich die Menschen früher eine persönliche Erlaubniskarte für das Fahrrad holen mussten, die 2 Mark pro Jahr kostete. Im Ersten Weltkrieg mussten die Radfahrer ihre Gummireifen abgeben, die für die Kriegsproduktion benötigt wurden. In den 70er-Jahren gab es Radrennen rund um die Glindskoppel.

Pauselius beschäftigt sich außerdem mit einem weiteren Jubiläum: 1917 erhielt Martin Petonke die Stelle als Kloster-Organist, nachdem sein Vorgänger im Krieg gestorben war. Verheiratet war er mit der Sängerin Margarete Göing aus Kiel. Petonke gründete einen Chor und war auch als Dirigent tätig. 1968 starb er in Preetz. Sein Sohn Martin ist als Fotograf, der vor allem Preetzer Motive einfing, bekannt.

Die „Preetzer Blätter“ haben aber noch weitere Themen von der Schmiede über die Geschichte des Weihnachtsbaums bis zu Gedicht und Gebet zu bieten. Die 60-seitige Ausgabe soll in einer Auflage von 250 Stück zum Monatsende erscheinen und ist für 4 Euro in den Buchhandlungen, bei Tabak Müller, im Kopierladen Bahnsen sowie in der Geschäftsstelle des Vereins Schusterstadt erhältlich.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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