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Plön Ein Solarpark entlang der Bahnlinie
Lokales Plön Ein Solarpark entlang der Bahnlinie
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14:57 22.11.2018
Von Thomas Christiansen
Bürgermeister Gerd Rönnau schaut sich an, wie ein Solarpark aussehen könnte. Quelle: Thomas Christiansen
Passade

Nachdem der Investor Eric Kalke von der Firma K&K Projekt UG aus Neubrandenburg seine Pläne den Gemeindevertretern beider Gemeinden vorgestellt hatte, ging Passade jetzt früh in die Öffentlichkeit und lud für Dienstagabend zu einer Einwohnerversammlung ein, die von rund 50 Bürgern besucht wurde. Die intensive Diskussion zeigte das große Interesse im Dorf, aber auch, dass die Meinungen geteilt sind. Es gab viele Befürworter des Projekts, aber auch einige Argumente dagegen. Beklagt wurden zum Beispiel der Wegfall guten Ackerlandes, der vermeintlich unschöne Anblick der Anlagen und die Aussicht, dass nicht die Passader, sondern eher andere damit Geld verdienen würden.

Kalke hatte betont, dass Solaranlagen weder Lärm noch Geruch oder Schattenwurf verursachen und wartungsarm sind. Weil sie Vögeln Ansitzmöglichkeiten und die Artenvielfalt der Gewächse in der Anlage Insekten Nahrungsquellen bieten, würden die Flächen sogar ökologisch aufgewertet. „Für mich überwiegen die Vorteile“, sagt Passades Bürgermeister Gerd Rönnau. Auch seine Amtskollegin Silke Lorenzen in Fiefbergen steht den Plänen positiv gegenüber: „Ich bin als Windkraft-Betreiberin ein Fan der erneuerbaren Energien, ich bin für das Projekt.“

Angedacht ist auch eine Bürgerbeteiligung an der für jede Gemeinde geplanten AG in Höhe von insgesamt bis zu 49 Prozent. Die Idee für den Solarpark hatte ursprünglich ein Landwirt, inzwischen sind mehrere Landwirte und weitere Grundeigentümer aus beiden Gemeinden beteiligt. Rund zehn Hektar des Solarparks wären auf Passader Gebiet, rund elf Hektar auf Fiefbergener Gebiet.

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